Am Samstag (30. Mai) wurde in allen Kompanien der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft das Grün für die Ehrenpforten gebunden. Zudem wurden Plätze und Straßenabschnitte grün-weiß geschmückt. Auch bei diesem Event steht bei den Schützen und deren Frauen der Spaß an erster Stelle.
Fotos: Ilka Kremer
Altena. Gute Laune, Girlanden, Tannengrün und Wimpelketten: Am Samstag fand das traditionelle Grünbinden in den Kompanien der Friedrich-Wilhelm-Gesellschaft statt.
LOKALSTIMME schaute stellvertretend einigen Zügen der Kompanie Freiheit dabei über die Schulter, wie sie Plätze und Straßen schmückten, Girlanden banden und so die Innenstadt auf das Schützenfest vorbereitete.
Schon am Bungernplatz zeigte sich, dass die Vorbereitungen nicht immer ohne Herausforderungen ablaufen. Bevor die Wimpelketten hoch über dem Pflaster angebracht werden konnten, mussten neue besorgt und alte gereinigt werden. Ein Schütze berichtete schmunzelnd, dass seine Frau die Wimpel gewaschen habe und er anschließend gemeinsam mit Zugführer Ingo Konietzka die Aufgabe hatte, die in der Waschmaschine heillos durcheinandergeratenen Ketten wieder zu entwirren.
„Der Stapelzug schmückt den Bungernplatz immer so schön“
Die Mühe hat sich gelohnt: Nun schmücken die frisch gereinigten grün-weißen Wimpel den Bungernplatz. Während der Vorstandssitzung am 29. Mai bemerkte Hauptmann Alexander Grass mit einem Augenzwinkern, dass der Stapelzug den Bungernplatz immer so schön schmücken würde – „allerdings seid ihr auch die einzigen, die diese Aufgabe übernehmen müsst“. Humor gehört bei den Schützen einfach immer dazu.
Während vielerorts die Männer auf hohen Leitern mit Wimpelketten und Bannern beschäftigt waren, kümmerten sich die Frauen um das Binden der Girlanden für die Ehrenpforten. Während die Damen vom Stapelzug im Hof des Friseursalons von Nina und Tina emsig zugange waren, taten es ihnen die Frauen vom Zug Totschlag im Hof der Mückenburg gleich. Am Café zur Burg brachten Leonidas Spineto und Torsten Beyer derweil gemeinsam mit ihren Kameraden das Totschlag-Zugbanner über der Straße an.
Currywurst zur Stärkung
Am Nachmittag band der Zug Muckebeutel im Garten der Burg Holtzbrinck das Grün für die Pforten der Vorstandsmitglieder. Zuvor hatten tatkräftige Männer den Bereich rundherum in Grün und Weiß geschmückt. In der Küche der Bürgerburg hatten die Frauen mit Currywurst für eine deftige Stärkung gesorgt.
Zum ersten Mal: Kinderkönigsschießen im Mühlendorf
Im Rahmen des Grünbindens sorgte die Kompanie Mühlendorf mit einem erstmals veranstalteten Kinderschießen für zusätzliche Unterhaltung. Insgesamt 25 Kinder der Jahrgänge 2013 bis 2018 nahmen an dem Wettbewerb im Thomas-Morus-Haus teil. Mit einem Lasergewehr durften die Mädchen und Jungen auf Biathlonscheiben schießen.
Das von Fritz-Uwe und Kai Finkernagel sowie Annika Schweds organisierte Event entwickelte sich zu einer spannenden Veranstaltung, die sich über fast drei Stunden erstreckte. Am Ende setzte sich Kurt Raulf als Kinderkönig durch, während Johanna Nitsch zur Kinderkönigin gekürt wurde.
Neben dem sportlichen Wettkampf stand vor allem der Spaß im Vordergrund. Alle Teilnehmer erhielten Preise, außerdem wurden Eis und Süßigkeiten verteilt. Die Premiere des Kinderschießens im Mühlendorf wurde von den Beteiligten als voller Erfolg gewertet.
Das Grünbinden der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft zeigte somit einmal mehr, wie viel Gemeinschaftssinn in den Kompanien steckt. Überall packten Jung und Alt mit an, um die Stadt Altena festlich herzurichten. Und neben aller Arbeit kam der Spaß nie zu kurz – „genau das macht diese Tradition seit vielen Jahren aus“, so der Tenor der Verantwortlichen.

























