Altena. Fünf Jahre nach der Starkregenkatastrophe am 14. Juli 2021 soll in Altena ein gemeinsames Glockengeläut an die Opfer und die Folgen des Hochwassers erinnern.
Der Starkregen hatte Altena an diesem Mittwoch im Juli 2021 schwer getroffen. Überflutete Straßen, zerstörte Häuser und Geschäfte sowie die Schicksale zahlreicher Familien prägen das kollektive Gedächtnis der Stadt bis heute. Viele Menschen verloren innerhalb weniger Stunden ihr Zuhause oder ihre wirtschaftliche Existenz. Auch fünf Jahre später sind die Folgen der Katastrophe für viele Betroffene noch immer spürbar.

Bäche schwollen rasend schnell an und beförderten Geröll und Bäume ins Tal. Die Folgen der Katastrophe belasten in Altena heute noch viele Menschen.
Aus Anlass des fünften Jahrestages laden die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Mark und die Katholische St. Matthäusgemeinde am Dienstag, 14. Juli, um 15.30 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger zu einem gemeinsamen Moment des Gedenkens ein. Dann werden die Glocken der Kirchen in Altena als Zeichen des Erinnerns, der Verbundenheit und der Hoffnung läuten.
Raum für Erinnerungen, stilles Gedenken und Gebete
„Die Flut hat den Altenaerinnen und Altenaern schmerzlich vor Augen geführt, wie verletzlich unser Leben ist. Gleichzeitig haben wir erlebt, wie viel Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und Nächstenliebe in unserer Stadt steckt. Wenn am 14. Juli unsere Glocken läuten, laden sie uns ein, innezuhalten – für die Menschen, die bis heute mit den Folgen der Flut leben, für die, die wir verloren haben, und für die Hoffnung, dass wir auch künftige Herausforderungen gemeinsam tragen werden“, sagt Pfarrerin Mara Roth.
Das Glockengeläut richtet sich an alle Menschen – unabhängig von Konfession oder persönlichem Glauben. Es soll Raum schaffen für Erinnerungen, stille Gedanken oder ein Gebet sowie den Dank an die vielen Helferinnen und Helfer, die sich während der Flut und in den Monaten danach unermüdlich für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.



