Es werden harte Zeiten auf den Märkischen Kreis zukommen. Die Brückensperrungen der A45-Rahmedetalbrücke und der B236-Brücke in Altena werden weitreichenden Folgen für unsere Region haben. Und diese Sperrung riskiert in meinen Augen auch indirekt Menschenleben!

Björn Braun

Nun also hat Straßen NRW die Umleitung für alles über 3,5 t bekannt gegeben, was eigentlich über die B236 Brücke der Bahnhofstraße fahren würde (Lesen Sie unseren Artikel dazu). Weiträumig drumherum. Mit vielen, vielen Knotenpunkten, die für ein absolutes Verkehrschaos sorgen können. Schauen wir mal in Richtung Iserlohn: Dort soll die Umleitung über den Kurt-Schumacher-Ring gehen. Wer schon mal dort lang gefahren ist, der weiß, wie eng es wird, wenn ein Lkw oder Bus einem mit dem Pkw entgegenkommt. Dort sollen nun sich Lkw begegnen? Das dürfte für viele kaputte Autospiegel an den geparkten Autos in dem Bereich sorgen.


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Weiter geht die Umleitung hoch nach Kesbern. Ja, richtig gelesen durch Kesbern. Fürs Wochenende ist Schnee angesagt. Dort werden die Lastkraftwagen reihenweise bei winterlichen Verhältnissen „hängen“ bleiben und die Steigung nicht schaffen. Man kann nur hoffen, dass es dort nicht zu Verkehrsunfällen kommt!

Wenn die Steigung geschafft und das Höhendorf Kesbern erreicht ist, muss es wieder runter in Richtung Ihmert und dann durch Evingsen. Dort parken häufiger Autos auf der Fahrbahn, ebenso wie in der engen Nette. Über kurz oder lang werden dort bestimmt Parkverbote folgen müssen. Denn ansonsten droht dort Stillstand, wenn sich viele Lkw begegnen und keine Ausweichflächen vorhanden sind. Und auch die Firmen wollen weiterhin beliefert werden können. Gefährlich wird es auch für die Schüler in der Nette. Stellenweise ist so gut wie kein Bürgersteig vorhanden und wenn dann dort auch noch viele Lkw herfahren, da kann man nur hoffen, das alle Rücksicht aufeinander nehmen.

Eine weitere Frage stellt sich mir an der Feuerwache in der Bachstraße. Woher soll ein Verkehrsteilnehmer vor der Kurve der Feuerwache wissen, ob in oder hinter der Kurve ein Rückstau ist und somit die Zufahrt zur Feuerwehr freigelassen werden muss? Und wie sollen die freiwilligen Feuerwehrleute an dem Verkehr vorbei zum Gerätehaus kommen?

Und wenn der Verkehr doch weiträumig um Altena herumgeleitet werden soll, warum wird in der Linscheidstraße ein absolutes Parkverbot auf der Lenneseite eingerichtet? Und warum wird am Markaner in der Zufahrt zur Bachstraße der Verkehr auf eine Spur verengt? Geht Straßen NRW schon davon aus, das viele die Umleitung ignorieren und über die Linscheidstraße und den Markaner ausweichen?

Hier muss dringend ein Lückenschluss zwischen Lennepark und Bahnhof geschaffen werden. Und wenn auch erst einmal provisorisch. Foto: Archiv

Und die aller größten Sorgen mache ich mir persönlich am Bahnhof in Altena. Wie berichtet, wird der Bahnhof von der MVG nicht mehr angefahren. Jeder muss also den Fußweg vom Bahnhof zum Markaner über die Fritz-Berg-Brücke gehen. Aber schon seit Monaten sind Personen dabei zu beobachten, wie sie die lebensgefährliche und illegale Abkürzung über die Schienen wählen. Hier muss die Bahn jetzt dringend handeln. Es muss die Unterführung zum Lennepark hin geöffnet und ein provisorischer Weg zur Fußgängerbrücke über die Lenne geschaffen werden. Nur so kann der Gefahrenpunkt mit der lebensgefährlichen Abkürzung über die Gleise entschärft werden. Ein Provisorium reicht völlig aus.

Und wie viele werden die Umleitung aus Richtung Werdohl/Lüdenscheid überhaupt nicht nutzen und weiterhin über die Brücke fahren? Denn nur vom Kreisverkehr aus wird es eine Höhenbegrenzung geben, da der Aldi-Markt, Getränke Hoffmann und auch die Aral-Tankstelle weiter beliefert werden müssen, kann aus der anderen Richtung keine Höhenbegrenzung aufgestellt werden.

Altena und der Umgebung droht ein riesiges Verkehrschaos. Man kann nur hoffen, dass die Brücke provisorisch mit einem Überbau schnellstmöglich repariert oder erneuert wird und nicht erst in ein paar Jahren.

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