Altena. In den kommenden Tagen werden der Lärm von Motorsägen und andere Arbeitsgeräusche rund um die Burg Altena die Idylle stören. Der Grund ist jedoch kein größerer Eingriff in die Natur, sondern eine wichtige Sicherheitskontrolle.
Zwischen dem 29. Juni und 10. Juli lässt der Märkische Kreis die Hangsicherungs- und Felsfangsysteme am Burgberg in Altena turnusmäßig überprüfen. Die Arbeiten werden von der Firma Salmen, ein Spezialunternehmen für Fels-, Ingenieur- und Spezialtiefbau aus Meschede, gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Ahlenberg aus Herdecke, das sich als Experten für „exzellente Ingenieurleistungen in den Bereichen Geotechnik, Umwelt und Infrastruktur“ bezeichnet, durchgeführt. Die Prüfungen erfolgen nach den Vorgaben der DIN 1076, teilt die Pressestelle des Märkischen Kreises mit.
Abgesägt wird nur das, was die Sicht auf sicherheitsrelevante Bauteile versperrt
Die Sicherungsanlagen schützen seit vielen Jahren Straßen, Wege und Gebäude am Fuß des Burgbergs vor möglichen Steinschlägen. „Damit sie diese Aufgabe auch künftig zuverlässig erfüllen können, werden sie regelmäßig kontrolliert“, verdeutlicht Pressesprecher Michael Bange. Besondere Rücksicht nähmen die Fachleute dabei auf den Denkmalschutz. Da die Burg Altena und ihr Umfeld als historisches Ensemble geschützt sind, werde nur dort Vegetation entfernt, wo sie die Sicht auf sicherheitsrelevante Bauteile versperrt. „Dazu zählen unter anderem Verankerungen, Verbindungsstellen der Schutznetze sowie Rückverspannungen der Fangschürzen„, so Bange. Der Großteil der Pflanzen bleiben unangetastet – selbst dort, wo die Vegetation die Schutznetze inzwischen überwachsen hat. Auch das anfallende Schnittgut werde nicht abtransportiert, sondern gesichert im Hang belassen.
Während der Arbeiten kann es zeitweise zu Lärm- und Staubentwicklung kommen. Der Märkische Kreis bittet dafür um Verständnis und kündigt an, die unmittelbar betroffenen Anwohner im Burgweg vorab über die Maßnahmen zu informieren.



