Altena/Nachrodt. Der weiße Erpel, der an der Lenne in Altena entlangwatschelt und über den LOKALSTIMME bereits vor Kurzem berichtete, hat einen Namen: Ötte. Geboren in Nachrodt, kehrt er immer wieder dorthin zurück – sehr zur Freude seines Gastgebers.
Auf unsere Berichterstattung über den weißen Erpel am Lennestrand meldet sich Rolf Kayser in der Redaktion: „Das ist Ötte“, meinte der 71-Jährige, der uns dann die ganze Geschichte über seine besondere Verbindung zu diesem Erpel erzählt hat.
Geboren wurde Ötte nämlich im Garten von Rolf Kayser hinter seinem Haus an der Altenaer Straße in Nachrodt. „Hier oben auf dem Dach vom Ziegenstall, da hat seine Mutter ihn ausgebrütet“, berichtet Kayser, als wir ihn in seinem Refugium besuchen. Im Jahr 2021 hatte sich dort eine Wildentenfamilie niedergelassen, und Kayser konnte hautnah miterleben, wie die Küken schlüpften und heranwuchsen. Auch Ötte gehörte dazu, obwohl er inmitten der Wildentenküken mit seinem rein weißen Gefieder gar nicht den Anschein machte.

Auch die Ziegen von Rolf Kayser sind immer wieder erfreut über den Besuch von Ötte – ihm beim Baden zuzusehen ist eine unterhaltsame Abwechslung. Foto: Ilka Kremer
In Kaysers Garten hatten schon viele Tiere ein schönes Leben
Kaysers Grundstück hat eine lange Tiertradition. Hinter dem Elternhaus von Rolf Kayser erstreckt sich ein rund 2500 Quadratmeter großes Areal, auf dem früher eine bunte Vielfalt an Tieren lebte: Hängebauchschweine, Kaninchen, Hühner, Gänse und sogar Ponys – „eins ging sogar mit in die Wirtschaft“, erinnert der 71-Jährige lachend. Heute sind es vor allem noch vier Ziegen, die dort ihr Zuhause haben. Seit 40 Jahren hält Kayser Ziegen. „Weil es Spaß macht, sie sind immer so munter und lustig, springen hier und da“, erklärt er seine Liebe zu den Tieren, die jeden Besucher mit neugierigen Blicken begrüßen.

Diese Ziege hat Rolf Kayser vom Tierschutzverein übernommen. Bei ihm kann sie nun in Ruhe alt werden. Foto: Ilka Kremer
Rolf Kayser verbringt viel Zeit in seinem Garten oder auf seiner Terrasse mit Blick auf das kleine Paradies. Dort genießt er die Ruhe – und natürlich die Gesellschaft seiner Tiere. Besonders wichtig ist ihm dabei auch die gute Nachbarschaft: Über all die Jahre hinweg habe es nie Beschwerden gegeben, im Gegenteil. Viele Nachbarn hätten sich stets an den Tieren erfreut.

Bestes Ziegen-Müsli aus der Hand von Rolf Kayser. Foto: Ilka Kremer
Und offenbar mag Ötte Kaysers Garten auch sehr. Denn obwohl der Erpel längst flügge geworden ist und mit seiner Herzensente viel zeit an der Lenne in Altena verbringt, kehrt er regelmäßig zu seinem Geburtsort zurück. Dort genießt er dann ein Bad im Teich und lässt sich das Entenfutter, das Rolf Kayser immer für ihn besorgt, schmecken.
Für den 71-Jährigen sind Öttes Besuche immer etwas ganz Besonderes. Er freut sich, wenn der weiße Erpel auf dem Grundstück auftaucht – fast so, als würde ein alter Kumpel vorbeischauen.



