Nachrodt-Wiblingwerde. Auf dem Spielplatz am Nachrodter Feld, direkt an der B236 in Nachrodt-Wiblingwerde sind Rutschenturm und Reck abgebaut worden. Kinder und Erwachsene fragen sich: warum? LOKALSTIMME hat bei der Gemeindeverwaltung nachgehakt.
„Wir haben mit den Vorbereitungen für den Dükerbau begonnen“, erklärt Ursula Schöllnershans, Fachbereichsleiterin Bauen der Doppelgemeinde. Der Bau des sogenannten Dükers ist Teil des Projektes Brückenneubau. Denn die Lennebrücke ist bekanntlich marode, muss abgerissen und durch eine neue Brücke ersetzt werden.
Damit während der Brückenarbeiten die Versorgung der angrenzenden Bereiche weiterhin sichergestellt werden kann, müssen bestehende Versorgungsleitungen aus dem Bereich der baufälligen Rohrbrücke heraus verlegt werden. Dafür ist der Düker vorgesehen: Die Leitungen werden dabei gebündelt und in der Lenne hindurchgeführt. Der Düker schafft damit die notwendige Infrastruktur, um die neue Brücke überhaupt bauen zu können.

Der Bagger musste den Bereich, wo Rutschenturm und Reck standen, wieder herrichten. Der Spielplatz am Nachrodter Feld kann noch bis Mitte September genutzt werden. Foto: Ilka Kremer
Rutschenturm wird in Wiblingwerde wieder aufgebaut
„Und für diesen Dükerbau wird die Fläche des Spielplatzes benötigt, um dort die Baustelleneinrichtungsfläche zu schaffen“, verdeutlicht Schöllnershans. Die Gemeinde müsse jetzt mit den ersten Vorbereitungen beginnen, da der Spielplatz bis Oktober komplett frei sein muss. Der übrige Spielplatz am Nachrodter Feld könne noch bis Mitte September genutzt werden. Und der abgebaute Rutschenturm werde nicht entsorgt, sondern auf dem Schulhof der Grundschule Wiblingwerde wieder aufgebaut. „Dort ist der bisherige Rutschenturm marode und muss ersetzt werden.“
Der eigentliche Dükerbau kann allerdings erst im Juli kommenden Jahres beginnen. Für die Arbeiten bleibt anschließend nur ein knappes Zeitfenster bis September. Grund dafür sind die Schutzvorgaben mit Blick auf die Laichzeit der Fische in der Lenne. „Das sind alles stringente Regeln“, erklärt Ursula Schöllnershans. Die einzelnen Arbeitsschritte und der Zeitplan seien deshalb entsprechend festgelegt.



