Die Kronen sind gebunden, die Kränzebinder sind bei bester Laune, die Vorfreude auf das Schützenfest in Altena ist riesig.
Fotos: Lokalstimme
Altena. Die Kompanie Freiheit bindet noch vereinzelt an den Kronen und feiert die Zeit vor dem Schützenfest in Altena mit Mallorca-Party, Bierstaffel und Mützentaufe.
Beim letzten Kränzelbinden von Zug 1 „Totschlag“ der Kompanie Freiheit herrschte am Samstagabend im Café zur Burg erneut beste Stimmung. LOKALSTIMME war vor Ort und erlebte eine gesellige, gut gelaunte Truppe, die sich auf das Schützenfest in Altena freut. Zugführer Markus Pflüger, der den Zug seit 2023 führt, äußerte sich sehr zufrieden über den Verlauf der vergangenen Wochen.
Insgesamt traf sich der Zug sechsmal, um gemeinsam vier Kronen sowie die Blumendekorationen für die Tannen zu binden. „Im Durchschnitt waren wir immer zwischen 60 und 70 Leuten“, berichtete Pflüger. Bei der Mallorca-Party seien es an die hundert gewesen. Die Stimmung: „stets hervorragend“. Besonders beliebt ist beim „Totschlag“ die Karaoke-Runde, die auch am Samstagabend wieder für beste Unterhaltung sorgte.
Das nächste große Ereignis des Pflüger-Zuges folgt am 23. Mai. Dann findet ab 17 Uhr das Hoffest auf der Mückenburg in Altena statt.
Der Besuch des jungen Hofstaates
LOKALSTIMME zog anschließend vom Café zur Burg weiter Richtung Innenstadt bis zur Kuzina. Dort ist der Zug „Muckebeutel“ der Kompanie Freiheit während der Kränzebinderzeit beheimatet – und dort war am Samstagabend kaum noch ein Durchkommen. Dicht gedrängt ging es drinnen zu, so dass viele Gäste lieber auf der Terrasse feierten, weil es im Inneren schlichtweg zu warm geworden war.
Dort war auch gerade der Hofstaat zu Gast und wurde von Spieß Christian Hoßdorf ordentlich „in die Mangel genommen“. Die einzelnen Paare mussten auf einem erhöhten Stuhlthron Platz nehmen und sich seinen Fragen stellen. Zwischendurch wurden die jeweiligen Paare immer wieder feierlich verabschiedet. Anschließend gab es ein Hoch auf das Hofstaat-Maskottchen – eine Krabbe namens Hubi – mit dazugehörigem Krabben-Song und Performance.
Zudem mussten die Hofstaat-Herren eine Bierstaffel absolvieren. Das sorgte für ein wenig Unmut, denn die eine oder andere Dame hätte sich gerne an diesem feucht-fröhlichen Wettbewerb beteiligt.
Rund zwei Liter Bier passen in eine seidene Schützenmütze
Auch die traditionelle Mützentaufe ist den Männern vorbehalten, aber da sagen die Frauen wahrscheinlich „zum Glück“. Die ist zwar auch feucht-fröhlich, aber mehr zur Freude der Zuschauer. Diesmal traf es Felix Grass, dessen Seidenmütze bislang noch nicht eingeweiht worden war. Seine Mütze wurde also mit reichlich Bier gefüllt – schätzungsweise mit rund zwei Litern. Die galt es dann in einem Zug zu leeren. Ganz gelang ihm das nicht, so dass der Rest des Bieres schließlich auf seinem Kopf landete, als ihm die biergetränkte Mütze traditionell wieder aufgesetzt wurde.
„Genauso habe ich mir das vorgestellt“
Nach diesem Spektakel, dass viele Gäste per Smartphone auf Fotos und Videos als Erinnerung festhielten, ging es weiter zum Lennekai, der Kränzebinder-Heimat des Lindenzuges. Dort steht seit diesem Jahr Michel Böing als Zugführer an der Spitze. Er freut sich über seine neue Aufgabe und erklärte im Gespräch mit LOKALSTIMME: „Genauso habe ich es mir vorgestellt. Es macht mir großen Spaß etwas zu organisieren und freue mich, wenn es den Leuten gefällt“. Der Lindenzug band in diesem Jahr insgesamt drei Kronen. Zu den Veranstaltungen seien jeweils rund 100 Besucher gekommen. „Bei uns war immer gute Stimmung“, berichtete Böing.
Auch im Lennkai schaute dann der Hofstaat vorbei und stellte sich den Gästen vor. Passend zum Motto des Abends, „Mallorca-Party“, mussten die Mitglieder des Hofstaates dann mit Strohhalmen Sangria aus Eimern trinken.
.

















