Altena. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Altena berät am Montag (18. Mai) über einen CDU-Antrag zur langfristigen Sicherung städtischer Spielflächen sowie über die Zukunft des Jugendamtes und dessen Leitung.
In der kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Altena am Montag, 18. Mai, um 17 Uhr wird die CDU-Fraktion einen Antrag zur Zukunft städtischer Spielflächen stellen. Im Visier haben die Christdemokraten dabei den dauerhaften Erhalt der Haushaltsmittel für Spielplätze sowie den Aufbau eines umfassenden Spielflächenkatasters.
Die CDU-Fraktion fordert, dass die Mittel für Instandhaltung und Investitionen auf städtischen Spielflächen auch in den kommenden Haushaltsjahren nicht gekürzt werden: „Die CDU Altena spricht sich auch für die Zeit, in der ein Haushaltssicherungskonzept vorzulegen ist, ausdrücklich gegen Kürzungen der ohnehin beschränkten Haushaltsmittel aus“, heißt es im Antrag. Gleichzeitig soll die Verwaltung beauftragt werden, ein digitales Spielflächenkataster für das gesamte Stadtgebiet zu erstellen und fortlaufend zu pflegen.
Wie ist es um Ausstattung, Barrierefreiheit und Sicherheit bestellt?
Das geplante Register soll detaillierte Informationen zu den einzelnen Spielflächen enthalten. Vorgesehen sind unter anderem Angaben zur Ausstattung, zu Spiel- und Sportmöglichkeiten, zur Barrierefreiheit sowie Bewertungen des Zustands und der Sicherheit der Anlagen. Auch besondere Zielgruppen oder thematische Ausrichtungen der Flächen sollen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse sollen regelmäßig aktualisiert und mindestens einmal jährlich politisch beraten werden.

Der neue Spielplatz am Zögerplatz in der Innenstadt von Altena ist schon fast zwei Jahre alt, er wurde Ende August 2024 von Bürgermeister Uwe Kober offiziell eröffnet. Der Spielplatz erfreut sich großer Beliebtheit.
Versorgungslücken sollen identifiziert werden
Zur Begründung verweist die CDU auf die Bedeutung von Spielflächen für Kinder, Jugendliche und Familien. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten brauche es nachvollziehbare Grundlagen für Entscheidungen über Sanierungen und Investitionen. „Ein strukturiertes Spielflächenkataster inklusive Sanierungsplanung schafft hierfür Transparenz und faire Berücksichtigung in allen Ortsteilen, verbessert die Entscheidungsgrundlagen für Politik und Verwaltung und ermöglicht eine nachhaltige, bedarfsgerechte und wirtschaftliche Steuerung dieses wichtigen Aufgabenbereichs.“ Darüber hinaus sieht der CDU-Antrag vor, mögliche Versorgungslücken im Stadtgebiet zu identifizieren und schulische wie jugendpflegerische Aspekte stärker einzubeziehen. Als Beispiel nennt die CDU die erfolgreiche Verbindung von öffentlicher Spielfläche und Jugendarbeit am Jugendzentrum Nettenscheid.
Neue Leitung des Jugendamtes – Jugendhilfe zum Kreis?
Ein weiterer Tagesordnungspunkt beschäftigt sich mit der zukünftigen Leitung des Jugendamtes der Stadt Altena. Hintergrund ist das schnelle Ende des Arbeitsverhältnisses mit dem bisherigen Jugendamtsleiter Stephan Kister, der nach nur sechs Monaten wieder kündigte. Die Verwaltung plant nun, Meike van Ophoven zum 1. Juli 2026 offiziell mit der Leitung des Jugendamtes zu betrauen. Die Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Pädagogin leitet das Amt bereits seit März kommissarisch und soll nach Anhörung des Jugendhilfeausschusses dauerhaft bestellt werden.
Zudem befasst sich der Ausschuss mit der grundsätzlichen Zukunft der öffentlichen Jugendhilfe in Altena. Hintergrund sind erhebliche organisatorische, personelle und technische Herausforderungen im Jugendamt, die laut Verwaltung „dauerhaft nicht mehr ausreichend durch die Stadt allein bewältigt werden können“. Deshalb soll geprüft werden, die Aufgaben des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe künftig auf den Märkischen Kreis zu übertragen.
Nach der Beratung im Jugendhilfeausschuss werden die Themen abschließend im Rat der Stadt Altena behandelt.



