Altena. „Bei Dauerrot Hubschraubereinsatz“, heißt es an der Bundesstraße 236 (B236) zwischen Winkelsen und der ehemaligen Bierbach-Brache seit Montag (13. Juni), 14 Uhr. Wie bereits berichtet, fliegt ein Hubschrauber aus dem Weyhepark am Burgberg Bigbags mit Bauschutt und Gehölz heraus – die an der B 236 abgeladen werden.

Erst war geplant, die Ladung direkt am Winkelsen auf einem Schotterplatz abzuladen und nicht, wie durch die Stadt mitgeteilt, auf der alten Bierbach-Brache. Aber keiner der beiden Plätze wurde es letztendlich. Der Hubschrauber flog hinter der Schwarzenstein-Brache seine Ladung in den trockenen Obergraben der Lenne. Dieser war nach dem Hochwasser trockengelegt worden, um die eingestürzte Böschung der B236 erneuern zu können. Jetzt dient er als Lagerplatz für das Material aus dem Burgberg.


49 Bigbags flog der Hubschrauber am Montag aus dem Burgberg. Immer zwei auf einmal mit einem Gewicht von zusammen 600 Kilogramm. Bis zu 750 Kilogramm kann der Hubschrauber pro Route mitnehmen. Dieser außergewöhnliche Anblick lockte auch zahlreiche Schaulustige an. Am Parkdeck an der Bismarckstraße wurden die Handys und Kameras gezückt. Aber auch so mancher versuchte nah ran zu kommen und ignorierte die Verbotsschilder der Wege um die Burg Altena. Ein Fahrer eines Kleinbusses hielt genau an einem Weg an, den der Hubschrauber überfliegen musste, und zückte die Kamera. Der Hubschrauber blieb in der Luft stehen und wählte anschließend einen anderen Weg um die Burg, um nicht über das Fahrzeug fliegen zu müssen.

Bei Dauerrot Hubschraubereinsatz

An der B236 wurde eine Ampelanlage aufgebaut. „Bei Dauerrot Hubschraubereinsatz“ wurde den Verkehrsteilnehmern auf einem Schild angekündigt. Wenn der Hubschrauber nicht fliegt, ist die Ampel aus, z. B. wenn er gerade zum Tanken ist. Ansonsten blinkt die Ampel gelb, so lange die Straße nicht überflogen wird. Denn der Hubschrauber darf die B236 erst kreuzen, wenn die Ampel für den Verkehr auf Rot steht. Per Funk bekommt der Posten auf der B236 mitgeteilt, das der Hubschrauber in 60 Sekunden kommt. Dann muss der Kontrollposten per Fernbedienung die Ampel auf Rot stellen und dem Piloten die Freigabe zum Überflug mitteilen. Das ein oder andere Mal war die Ampel für den Verkehr noch nicht auf rot und so musste der Hubschrauber in der Luft warten oder eine kleine Runde über den Klusenberg drehen.

Am ersten Tag ist der Hubschrauber bis 19 Uhr geflogen und hat neben den Bigbags auch einen Kompressoranhänger aus dem Burgberg geflogen. Am Dienstag (14. Juni) werden unter anderem Baumstämme aus dem Hang geflogen und Materialien hinauf.

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