Altena. Die angekündigten schweren Sturmböen des ersten von drei Sturmtiefs haben am späten Mittwochabend (16. Februar) der Feuerwehr die ersten Einsätze in Altena beschert – und es sollten bis Donnerstagmorgen nicht die letzten bleiben.

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 13.30 Uhr +++:
Die Rahmedestraße ist wieder frei und der Verkehr fließt. Allerdings muss sie für die Aufräumarbeiten halbseitig gesperrt werden.


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+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 12.30 Uhr +++:
Außerdem gibt es eine Hochwasserwarnung für die Lenne. Lesen Sie auch:
Hochwasser der Lenne in Altena am Donnerstagnachmittag erwartet

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 12.25 Uhr +++:
In der Rahmede ist die Rahmedestraße in Höhe der Tankstelle aktuell gesperrt. Dort werden Bäume gefällt. Die Feuerwehr ist nach Evingsen alarmiert, dort droht in der Rüterschlad ein Baum auf die Fahrbahn zu stürzen.

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 12.00 Uhr +++:
Aufgrund der Wetterlage bleibt die Sportanlage am Pragpaul einschließlich der Sauerlandhalle am 17.02 und 18.02.2022 gesperrt. Dies teilt die Stadt Altena mit.

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 11.00 Uhr +++:
Mittlerweile ist auch die Sperrung der L698 am Kohlberg aufgehoben. Der Breitenhagener Weg ist ebenfalls wieder befahrbar. Gesperrt ist in Altena noch der Linscheider Bach. Die Lage hat sich entspannt. (BB)

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 8.45 Uhr +++:
Aktuell ist der Breitenhagener Weg voll gesperrt. Hier muss die Feuerwehr einen Baum beseitigen der auf die Straße zu stürzen droht. (BB)

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 8.20 Uhr +++:
Die B236 zwischen Altena und Werdohl ist  wieder frei. Damit werden die A45 Umleitungen entlastet. Die Buchholz Straße bleibt gesperrt. (BB)

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 6.30 Uhr +++:
Aktuell kommt es auf folgenden Straßen in Altena zu Sperrungen oder Verkehrsbehinderungen:

  • B236 Höhe Schwarzenstein – zwischen Altena und Werdohl
  • L 692 Höhe Großendrescheid
  • Linscheider Bach & Lohsiepenstraße zwischen Altena und Iserlohn
  • L 698 Kohlberg – zwischen Neuenrade und Altena-Dahle

Von 22 Uhr bis 5.15 Uhr wurden der Polizei Märkischer Kreis 65 wetterbedingte Einsätze gemeldet. In Meinerzhagen verletzte sich ein Rollerfahrer beim Ausweichen einer Mülltonne. Aktuell sind bei der Polizei noch 15 Einsätze offen. (BB)

+++ Update, Donnerstag, 17. Februar, 3.40 Uhr +++:
Die Leitstelle der Feuerwehr registriert mittlerweile Einsätze wegen entwurzelter oder abgenickter Bäume und abgebrochener Äste, die Straßen blockieren, aus fast allen Städten des Märkischen Kreises – auch Altena gehört dazu. Zuletzt war es die Löschgruppe Mühlendorf der Freiwilligen Feuerwehr, die gegen 3 Uhr aus dem Schlaf geholt wurde; am Hegenscheider Weg blockierte noch in Höhe der Wohnbebauung ein umgestürzter Baum die Straße.

Verkehrsteilnehmer, egal ob im Auto oder zu Fuß unterwegs, sollten am Donnerstagmorgen besonders achtsam sein: Auch bei nachlassenden Böen können angebrochene Äste ganz abbrechen oder lose Dachziegel herabgeweht werden; an etlichen Stellen im Stadtgebiet ist schon in der Nacht in sozialen Medien vor umgewehten Baustellenbaken oder Mülltonnen auf der Straße berichtet worden. (CMz)

+++ Erstbericht, Mittwoch, 16. Februar, 23.30 Uhr +++:
Gegen 21.55 Uhr gab es stillen Alarm für die Löschgruppe Mühlendorf: An den Serpentinen der Straße Linscheider Bach hinauf zur Wixberg-Kreuzung ist eine Fichte von einer Böe abgeknickt worden und der Stamm ist quer über die gesamte Fahrbahn gekippt. Vor Ort entschieden die Einsatzkräfte wegen des anhaltenden Sturms und der trotz der Fällaktionen der vergangenen Monate noch immer teils dicht bewaldeten Strecke, die Verbindung vom Linscheider Bach zur Lohsiepenstraße komplett zu sperren. Wie lange die Vollsperrung der Verbindung nach Iserlohn/Hemer-Ihmert dort gesperrt bleibt, war zunächst noch unklar.

Sirenen heulen am Knerling und in der Rahmede

Fast zeitgleich zu dem ersten Sturmeinsatz löste die Brandmeldeanlage im ehemaligen St.-Vinzenz-Krankenhaus an der Bornstraße aus – dort ist derzeit wegen der Umbauarbeiten im eigenen Gebäude das Ellen-Scheuner-Haus-Pflegeheim eingezogen. Weil bereits eine Einheit der Freiwilligen Feuerwehr aus der Innenstadt am Wixberg beschäftigt war, ließ die Leitstelle für die Löschgruppe Knerling und den Löschzug III die Sirenen heulen. Die Kontrolle der Feuerwehrleute ergab aber keinen Einsatzgrund: Womöglich hatte die Feuermeldeanlage wegen des Sturms ausgelöst; es war ein Fehlalarm.

„Herabstürzende Äste, entwurzelte Bäume“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Wetterwarnung (2. von vier Stufen) für die Burgstadt herausgegeben: Bis 10 Uhr am Donnerstagvormittag (17. Februar) können demnach schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 Stundenkilometern (km/h), anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auftreten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden. Dadurch können „vereinzelt Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände“, ruft der DWD zu erhöhter Aufmerksamkeit auf.

Schneeschmelze in Hochlagen

Auch Dauerregen bis zu 50 Liter je Quadratmeter kann laut DWD auftreten. Der Ruhrverband erwartet, dass wegen des Niederschlags „in Kombination mit einer leichten Schneeschmelze im Hochsauerland“ an einigen Flüssen zumindest die Hochwasserwarngrenzen überschritten werden könnten. Der Pegel der Lenne lag in der Nacht mit 1,30 Meter (Stand: 22.30 Uhr) noch deutlich unterhalb der ersten Hochwassermeldegrenze von 1,90 Meter. Der Durchfluss ist allerdings bereits stark gestiegen: auf 60 Kubikmeter Wasser je Sekunde. Zum Vergleich: Der mittlere Durchfluss beträgt 25,5 Kubikmeter/Sekunde. (CMz/BB)

Fotos: Björn Braun

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