Altena. Dunkle Wolken, stürmische Böen und immer wieder kräftiger Regen: In der Nacht zu Montag (7. Februar) hat die Lenne einen Wasserstand von 2,10 Meter erreicht. Die Lenneuferstraße ist halbseitig gesperrt worden.

+++ UPDATE, Montag, 7. Februar, 20.00 Uhr +++:
Der Lennepegel sinkt. Hatte sich der Pegel lange Zeit bei 2,15 Meter eingependelt, so ist er innerhalb der letzten Stunden um 10 Zentimeter gefallen. Tendenz weiter sinken. Auch an der Station Roenkhausen flussaufwärts fällt der Pegel leicht. Somit ist mit einer Entspannung der Lage zu rechnen.


+++ UPDATE, Montag, 7. Februar, 14.00 Uhr +++:
Der Lennepegel in Altena hat sich bei ca. 2,15 Meter eingependelt. Um 5 Uhr wurde der bisherige Tageshöchstwert von 2,20 Meter erreicht. Aktuell steht der Pegel bei 2,13 Metern.

+++ UPDATE, Sonntag, 6. Februar, 22.30 Uhr +++:
Der Lennepegel hat in der Nacht zu Montag (7. Februar) weiter kräftig zugelegt, die 2,10 Meter erreicht und damit die Rufbereitschaft von Ordnungsamt und städtischem Bauhof beschäftigt, denn: An der tiefsten Stelle der Lenneuferpromenade drückte das Wasser aus einem Kanal bereits auf die Straße und bildete ein erste große Pfütze.

Warnbaken stellten die Mitarbeiter der Stadt gegen 22 Uhr an der lenneseitigen Fahrspur der Lenneuferpromenade in Höhe der zweiten Lenneterrasse auf, um bei Bedarf die Straße halbseitig sperren zu können. Gleichzeitig begann ein Mitarbeiter des Ordnungsamts die Halter von Fahrzeugen zu informieren, deren Autos an der tiefsten Stelle geparkt waren; sie sollten vorsorglich ihre Wagen in höher gelegene Bereiche der Promenade umparken.

Sollte der Wasserstand der Lenne in der Nacht die 2,25 Meter überschreiten oder auf 2,30 Meter steigen, muss mit einer kompletten Sperrung der Lenneuferstraße gerechnet werden. „Zehn bis 15 Meter haben wir noch Luft“, urteilte Michael Sonntag vom Ordnungsamt gegen 22.15 Uhr.

+++ Erstmeldung, Sonntag, 6. Februar, 20.20 Uhr +++:

Um eins vorweg zu sagen: Die Mengen an Regen, die seit Samstag und voraussichtlich bis morgen, Montag (7. Februar), noch fallen sollen, sind weit entfernt von dem, was Mitte Juli 2021 bei der Flutkatastrophe auf die Burgstadt herabregnete. Und auch wenn die Siepen und Bäche, die aus den Seitentälern in die Lenne fließen, kräftig Wasser führen, ist die Situation keinesfalls mit dem 14./15. Juli 2021 vergleichbar.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat allerdings eine amtliche Wetterwarnung für Altena herausgegeben: „Es tritt Dauerregen auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter erwartet“, heißt es; es gilt demnach die zweite von vier Warnstufen. Die Sturmböen sollen am Abend nachlassen; statt Windgeschwindigkeiten von 65 bis 75 Stundenkilometer sollen es noch um die 50 Stundenkilometer sein. Dafür könnten örtlich kurze Gewitter am Abend auftreten.

Der Pegel der Lenne ist im Verlauf des Sonntags um mehr als 40 Zentimeter auf am Abend rund 1,90 Meter gestiegen. „Ein bisschen kann der Wasserstand noch steigen. Aber der Höhepunkt wird voraussichtlich noch am Sonntagabend erreicht“, sagt Ulrich Windau, Dezernent beim Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung in Arnsberg, auf Nachfrage von LOKALSTIMME.DE. Am Abend überschritt der Wasserstand die erste Warngrenze von 1,90 Meter und lag zwischenzeitlich bei 1,95 Meter.

In jedem Fall solle sich die Lage am Montag wieder entspannen. „Der Regen geht in Schauer über“, erklärte Windau. Der Hochwasserwarndienst stehe in Kontakt mit Feuerwehr und Ordnungsamt.

Ein Überschreiten der Hochwasserwarngrenze hatte der Ruhrverband bereits vor dem Wochenende für einige Pegel im Einzugsgebiet der Ruhr, zudem auch das gesamte Lennetal gehört, vorhergesagt. Der Ruhrverband hatte zudem angekündigt, die Stauspiegel in den Talsperren möglichst konstant zu halten, um auch bei steigendem Zufluss Wasser zurückhalten zu können. „Die Wasserabgabe aus dem Stausee Ahausen, der unterhalb des Biggesees liegt, ist sogar etwas zurückgefahren worden“, sagte Ulrich Windau. Die Biggetalsperre selbst lag am Sonntagabend noch gut sechs Meter unter Vollstau – hat also noch reichlich Platz.

Foto: Björn Braun

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