Iserlohn. „Leute haltet euch nicht draußen auf, es läuft ein Amokschütze herum.“, lautete ein Facebook-Posting in einer Sümmerner Gruppe am Sonntagnachmittag (28. Februar). Die Polizei konnte auf LOKALSTIMME Nachfrage schnell in diesem Punkt Entwarnung geben, bestätigte aber einen SEK-Einsatz in Sümmern.

Wer am Sonntagnachmittag bei sonnigem Wetter im beschaulichen Kirschblütendorf zum Friedhof wollte, der stand vor einer Polizeiabsperrung. Seit 12 Uhr war der Bereich rund um die Burggräfte weiträumig abgesperrt. Ein 53-jähriger Iserlohner hatte seinen Suizid angekündigt und damit gedroht, weiteren Personen Schaden zufügen zu wollen und sich in seinem Haus verschanzt.

Da es erst nicht sicher war, ob der Iserlohner zu Hause Waffen hatte, wurden Spezialeinsatzkräfte aus Essen hinzugezogen und die direkte Nachbarschaft sollte in ihren Häusern bleiben. Gegen 15.30 Uhr konnte der 53-Jährige vor seinem Haus durch das SEK unverletzt festgenommen werden. Weitere Personen hatten sich nicht im Haus befunden.

Die Polizei hat Ermittlungen unter anderem wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Gegenwärtig wird eine Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik durch das Ordnungsamt Iserlohn geprüft.

Dass die sozialen Medien in so einer Einsatzlage kein Segen sind, zeigte sich in der Sümmerner Facebook-Gruppe. Die Polizei konnte zum Glück schnell Entwarnung für einen Amoklauf geben und berichten, dass für die Sümmerner Bevölkerung keine Gefahr bestand.

Wenn Sie Hilfe brauchen oder sich in einer Lebenskrise befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe! Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge. Telefon (08 00) 1 11 01 11.

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