Iserlohn. Diese Stromquelle war eine Nummer zu groß für einen Marder, der eher dafür bekannt ist bei Autos in die Kabel zubeißen. Dieser hatte Montagnacht für einen großen Stromausfall und für zahlreiche Notrufe und Einsätze bei Feuerwehr und Polizei gesorgt.

Mittlerweile ist die Ursache für den großflächigen Stromausfall in Iserlohn bekannt. Der Ausgangspunkt für den Stromausfall war das Umspannwerk an der Baarstraße. Dort hatte es eine technische Störung gegeben. „Ein Marder ist in das Umspannwerk eingedrungen. Innerhalb von 120 Millisekunden hat der Schutzschalter reagiert und die Anlage stromlos geschaltet. Die Anlage hat das getan, was sie in so einem Fall machen soll”, teilt Mike Kowalski von den Stadtwerken Iserlohn auf LOKALSTIMME Nachfrage mit. „Dies ist das erste Mal in der 70-jährigen Geschichte des Umspannwerks, dass so etwas vorgekommen ist”, so Kowalski weiter. Sofort machten sich mehrere Mitarbeiter auf den Weg um die Störung zu beseitigen. „Selbst Mitarbeiter die Urlaub hatten, sind zum Umspannwerk gekommen”, lobt Kowalski seine Kollegen. Innerhalb von gut 60 Minuten konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Der Marder hat seinen Einbruch in das Umspannwerk nicht überlebt.

Feuerwehr erhält viele Fragen zum Stromausfall über Notruf

Aufgrund des Stromausfalls in der vergangenen Nacht musste die Feuerwehr Iserlohn zu elf Einsätzen ausrücken, die als Folge des Stromausfalls im Stadtgebiet zu werten waren. Bei zwei gemeldete Rauchentwicklungen waren angelaufenen Notstromerzeuger die Ursache, ausgelöste Brandmeldeanlagen stellten sich als Fehlalarme heraus, so die Feuerwehr. Sie mussten mehrfach verschlossene Türen und Aufzüge öffnen um Personen zu befreien. Im Einsatz waren sieben Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Berufsfeuerwehr.

Die Einsatzzentrale der Feuerwehr hatte ein Aufkommen von über 200 Notrufen in 30 Minuten zu bewältigen, zusätzlich wurden auch dienstfreie Kräfte hinzugezogen. Die Vielzahl der Anrufe waren Meldungen und Rückfragen zum Stromausfall. „Wir möchten darauf hinweisen, dass derartige Anrufe in einer solchen Ausnahmesituation schnell zu einer Überlastung führen, die vermeidbar ist und die Bearbeitung echter Notrufe verzögern kann. Wir können in einer solchen Situation auch keine Auskünfte geben zu Ursache, Ausmaß und Dauer des Stromausfalls”, die Feuerwehr Iserlohn.

Die Polizei hatte Ihre Präsenz in den vom Stromausfall betroffenen Gebieten, auch mit Kräften aus anderen Städten, erhöht und musste unter anderem auch zu Einbruchsalarmen die aufgrund des Stromausfalls auslösten.

Foto: Symbolbild

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