Iserlohn/Essen. Alle Rettungsversuche seitens der Stadt Iserlohn haben offenbar nichts genützt: Das Karstadt Warenhaus am Schillerplatz in der Iserlohner Innenstadt schließt Ende Oktober. Das teilte die Stadt Iserlohn am Donnerstagnachmittag (30. Juli) mit.

Demnach habe das Unternehmen Galeria Karstadt Kaufhof GmbH der Stadt Iserlohn schriftlich die Schließung des Karstadt-Hauses zum 31. Oktober mitgeteilt. Als Gründe dafür nenne das Unternehmen neben den Auswirkungen der Corona-Krise unter anderem „gegenwärtige und künftige Parameter des Standortes, die Standortverteilung in der Region” sowie „das wirtschaftliche Leistungsvermögen der Filiale”. Galeria Karstadt Kaufhof befinde sich nun in einer Insolvenz in Eigenverantwortung und trotz intensiver Verhandlungen mit allen Beteiligten sei es leider nicht gelungen, die Fortführung der Filiale in Iserlohn zu ermöglichen, heißt es weiter von Karstadt.

„Leider haben alle Bemühungen von Politik und Verwaltung bis hin zu überaus weitreichenden Angeboten bezüglich der Mietzahlungen und mehrerer Verhandlungsgespräche mit hochrangigen Vertretern der Karstadt-Leitung die Entscheidung, das Iserlohner Haus zu schließen, nicht verhindern können. Wir bedauern dies sehr, insbesondere im Hinblick auf die zum großen Teil langjährig Beschäftigten, die damit ihren Arbeitsplatz verlieren”, zeigt sich Michael Wojtek, Erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Iserlohn, enttäuscht von der Unternehmensentscheidung.

Die Stadt Iserlohn hatte der Essener Karstadt-Kaufhof-Gruppe u. a. angeboten, weitgehend auf Mietzahlungen für das Warenhaus in Iserlohn zu verzichten; auch der Generalsekretär der Bundes-CDU, Paul Ziemiak (Iserlohn), hatte sich für den Erhalt eingesetzt.

Noch in der vergangenen Woche hatte Karstadt-Kaufhof angekündigt, sechs ebenfalls zur Schließung stehende Filialen in Deutschland doch weiterzuführen. Jetzt ist klar: Das Iserlohner Haus gehört nicht dazu.

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