Iserlohn. Am heutigen Donnerstag gingen gegen um 15:57 Uhr in der Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Iserlohn mehrere Notrufe über eine starke Rauchentwicklung aus dem Haus „Im Hütten 23“ ein. Der Disponent alarmierte nach der Alarm- und Ausrückeordnung den Löschzug der Berufsfeuerwehr, den Rettungsdienst und die Löschgruppen Oestrich und Untergrüne der Freiwilligen Feuerwehr.

Vor Ort eingetroffen wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass es im vierten Obergeschoss im Wohnzimmer brennt. Ein Nachbar versuchte mit einem hauseigenen Feuerlöscher das Feuer zu bekämpfen, seitdem wird er vermisst. Bewohner aus dem dritten, vierten und fünften Obergeschoss suchten Zuflucht auf ihrer Loggia um sich aufmerksam zu machen, da ihr Fluchtweg über den Treppenraum durch Rauch abgeschnitten war.

Erst jetzt wurde den Einsatzkräften mitgeteilt, dass es sich um eine Übung handelt.
Über den Treppenraum gingen mehrere Trupps unter Atemschutz mit einem C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Zeitgleich wurde die Drehleiter in Stellung gebracht um die Personen aus den verschiedenen Etagen ihrer Loggia zu Retten. Der vermisste Nachbar konnte von den Einsatzkräften schnell gefunden, dem Rettungsdienst übergeben und das fiktiver Feuer gelöscht werden. Die meisten Bewohner kennen sich seit vielen Jahren. Dem entsprechend war die Betroffenheit groß. Von der Einsatzleitung vor Ort wurde daher zeitnah die Notfallseelsorge Iserlohn zur Betreuung der betroffenen Hausbewohner alarmiert, um eine fachgerechte Seelsorge gewährleisten zu können.

Die Anregung für solch eine Übung kam aus den Reihen der Notfallseelsorge. Bereits 2011 übten die Notfallseelsorger mit der Feuerwehr bei einer technischen Hilfeleistung zusammen. Oberbrandmeister Alexander Will wählte das fünfgeschossige Wohnhaus mit 22 Wohnungen und überwiegend älteren Bewohnern als ideales Übungsobjekt aus. OBM Will ist bei der Berufsfeuerwehr Iserlohn, zusammen mit Pfarrer Marks, für die Koordination der Notfallseelsorger zuständig.

Ziel der unangekündigten Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Notfallseelsorgern bei einem Brandeinsatz mit mehreren betroffenen Personen, zu Üben und die bestehenden Konzepte der Feuerwehr Iserlohn zu überprüfen.
Die Übung wurde mit einer gemeinsamen Einsatznachbesprechung beendet und konnte von allen beteiligten als erfolgreich bewertet werden.

Text: Berufsfeuerwehr Iserlohn, Pressestelle,Detlef Rutsch
Fotos: Christian Eichhorn, Detlef Rutsch

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