Nachrodt-Wiblingwerde. Bei einer Kontrollaktion an der B 236 in Nachrodt-Wiblingwerde hat die Polizei 25 Fahrerinnen und Fahrer erwischt, die während der Fahrt telefonierten oder elektronische Geräte benutzten.
Die Pressestelle der Polizei im Märkischen Kreis teilt heute per Presseinfo mit, dass bei den Kontrollen am Dienstag (6. Oktober) insgesamt 33 Anzeigen geschrieben wurden. Die Überprüfungen fanden im Rahmen der europaweiten Aktion „Roadpol – Focus on the Road“ statt, bei der Ablenkung im Straßenverkehr im Mittelpunkt steht. Neben der verbotswidrigen Nutzung elektronischer Geräte registrierte die Altenaer Polizei auch Rotlicht- und Gurtverstöße sowie Fehler beim Überholen. Mit der Aktion wollen die Beamten auf die Gefahren durch Unaufmerksamkeit am Steuer aufmerksam machen.
Nur ein kurzer Blick aufs Handy ist schon gefährlich
„Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden auf sein Smartphone schaut, legt in dieser Zeit rund 30 Meter zurück, ohne das Verkehrsgeschehen bewusst im Blick zu haben. In dieser Zeit kann der Vordermann bremsen, die Ampel auf Rot springen oder ein Kind auf die Fahrbahn laufen. „Auch Radfahrer gefährden sich und andere, wenn sie während der Fahrt auf ihr Handy schauen“, heißt es in der Presseinformation. Die Polizei geht davon aus, dass Ablenkung als Unfallursache in den offiziellen Statistiken unterschätzt wird. „Nach einem Unfall räumen Fahrer nur selten ein, gerade eine Nachricht geschrieben oder gelesen zu haben.“ Untersuchungen deuteten jedoch darauf hin, dass die Smartphone-Nutzung am Steuer weit verbreitet ist. „Der Wunsch nach ständiger Erreichbarkeit und digitaler Teilhabe kann dazu beitragen, dass Fahrer ihr Handy trotz der Gefahren benutzen.“
Bußgelder, Punkte und Fahrverbote drohen
Die Polizei verdeutlicht, dass die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt nach der Straßenverkehrsordnung verboten ist, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen für eine erlaubte Nutzung nicht erfüllt sind. Für Kraftfahrzeugführer werden dafür in der Regel 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig. Kommt es zu einer Gefährdung, drohen 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Bei Sachbeschädigung sind es 200 Euro, ebenfalls zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. übrigens gilt das Verbot auch für Radfahrer: Werden sie mit dem Handy am Lenker erwischt, beträgt das Verwarnungsgeld 55 Euro. Der Appell der Polizei an alle Verkehrsteilnehmer: „Richten sie ihren Blick auf die Straße und benutzen sie das Smartphone während der Fahrt nicht.“



