Altena/Märkischer Kreis. Die Zahl der Unfälle mit Kindern und Jugendlichen auf E-Scootern steigt rasant an. Auch in Altena hat es bereits entsprechende Unfälle gegeben. Die Polizei im Märkischen Kreis reagiert mit einem umfassenden Präventionsprojekt an weiterführenden Schulen.
Nach Angaben der Polizei ist die Zahl der E-Scooter-Unfälle innerhalb kurzer Zeit um rund 700 Prozent gestiegen – Tendenz weiter steigend. Allein in den vergangenen Tagen kam es im Kreisgebiet erneut zu mehreren Unfällen, bei denen Jugendliche verletzt wurden. Die Polizei beobachtet dabei immer wieder, dass viele junge Menschen die geltenden Regeln für E-Scooter nicht kennen.
Mit dem neuen „Projekt E“ besuchen Polizeibeamtinnen und -beamte der Verkehrsunfallprävention nach den Sommerferien sämtliche achte Klassen an weiterführenden Schulen in Altena und im gesamten Märkischen Kreis. Im Rahmen eines landesweiten Modellprojekts informieren sie über die wichtigsten Verkehrsregeln, zeigen die Folgen von Fehlverhalten auf und beantworten Fragen der Schülerinnen und Schüler. Ziel ist es, Unfälle zu verhindern und das Bewusstsein zu stärken, dass E-Scooter keine Spielzeuge, sondern Kraftfahrzeuge sind. Parallel setzt die Polizei ihre Schwerpunktkontrollen in den Innenstädten fort. Gleichzeitig soll die Aufklärung dazu beitragen, gefährliche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen.
Gehwege und Fußgängerzonen sind für E-Scooter verboten
Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang an die wichtigsten Regeln: E-Scooter dürfen im öffentlichen Straßenverkehr erst ab 14 Jahren gefahren werden. Sie gehören auf Radwege oder – wenn diese fehlen – auf die Fahrbahn. Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu. Außerdem darf nur eine Person auf einem Roller fahren. Das Benutzen eines Smartphones während der Fahrt ist ebenso verboten wie das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Verstöße können empfindliche Bußgelder und weitere rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.



