Altena. Wann öffnet das Dahler Frei- und Hallenbad wieder? Für viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Altena eine der wichtigsten Fragen seit der Flut 2021. Jetzt liegt die Antwort auf dem Tisch: Neubau statt Sanierung.
Diese Neuigkeit verkündete die Stadtverwaltung am Donnerstag (25. Juni) während der Sitzung des Betriebsausschusses. Die aktuellen Vorplanungen würden klar für einen Ersatzneubau sprechen, der sogar Millionen einsparen könnte, heißt es außerdem dazu in einer offiziellen Presseinformation.
Seit der Flutkatastrophe im Juli 2021 ist das Bad geschlossen. Während eine erste Machbarkeitsstudie noch von Sanierungskosten im mehrfachen Millionenbereich ausging, zeigten die inzwischen abgeschlossenen Fachplanungen ein deutlich anderes Bild. „Die Planungsbüros stellten fest, dass die Schäden wesentlich umfangreicher sind und damit ein höherer Aufwand bei der Einrichtung der Technik im Sinne des Hochwasserschutzes nötig ist. Ähnlich sieht es beim Tragwerk und der Haustechnik der Gebäude aus“, so die Erklärungen. Hinzu kämen noch gestiegene Anforderungen beim Gebäudeenergiegesetz sowie höhere Baukosten und den Vorgaben zu Hochwasser- und Starkregenschutz im Generellen.
Stadt rechnet nicht mit weiteren Verzögerungen
Deswegen: „Diese Erkenntnisse weisen einen klaren Weg in Richtung Ersatzneubau“, erklärt Stadtsprecher Hanno Grundmann. Insbesondere die bessere Planbarkeit von Kosten und Bauzeit sowie die deutlich geringeren Risiken sprächen für diese Lösung. Auch die Bezirksregierung Arnsberg unterstützt den Kurs. Die Fördermittelgeberin habe signalisiert, einen Ersatzneubau aus Gründen der Wirtschaftlichkeit mitzutragen. Auf dieser Grundlage sei bereits ein erster Entwurf erarbeitet worden.
Trotz notwendiger weiterer Ausschreibungen rechnet die Stadt aber nicht mit Verzögerungen im Gesamtprozess. Das Ziel bleibe ein modernes, hochwassersicheres Frei- und Hallenbad im Altenaer Ortsteil Dahle, das langfristig wirtschaftlich betrieben werden kann.



