Letmathe. Schockanruf mit perfider Masche: Eine 86-jährige Frau aus Letmathe hat mehrere tausend Euro an Betrüger verloren. Die Täter behaupteten am Telefon, ihre Enkeltochter sei an Ebola erkrankt und dringend auf Geld angewiesen.
Mit einer besonders perfiden Betrugsmasche haben Unbekannte gestern Mittag eine 86-jährige Frau aus Letmathe um ihr Erspartes gebracht. Die Täter meldeten sich telefonisch bei der Seniorin und behaupteten, ihre Enkeltochter sei an Ebola erkrankt. Für die angeblich dringend notwendige Behandlung werde sofort Geld benötigt – andernfalls würden die medizinischen Maßnahmen eingestellt. Die Frau geriet durch die Schilderungen offenbar in einen Schockzustand und übergab einem Abholer anschließend mehrere tausend Euro Bargeld.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt erneut eindringlich vor sogenannten Schockanrufen. Dabei setzen Betrüger ihre Opfer mit frei erfundenen Geschichten gezielt unter Druck, um sie zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen zu bewegen. Die Polizei rät, bei solchen Anrufen grundsätzlich misstrauisch zu sein, keine persönlichen Informationen preiszugeben und Angehörige oder die Polizei zu kontaktieren. Oft lasse sich der Betrug so frühzeitig erkennen und verhindern.



