Märkischer Kreis. Wichtige Verbindungen in Altena, Balve, Hemer, Iserlohn und Menden werden erneuert. Der Märkische Kreis gab nun einen Überblick über die (geplanten) Baustellen auf Kreisstraßen im Nordkreis.
Der Märkische Kreis investiert in seine Kreisstraßen. Im Bau- und Straßenausschuss gab der zuständige Mitarbeiter Carsten Glänzel einen Überlick über den Zustand der Kreisstraßen sowie geplante Sanierungsmaßnahmen.
Kreisstraße 11n zwischen Ihmert und Leveringhausen
Der Neubau der Kreisstraße 11n zwischen Balve-Leveringhausen und Hemer-Ihmert nimmt Konturen an. In einem Abstimmungstermin tauschten sich Vertreter des Märkischen Kreises, der Städte Hemer, Altena, Balve und Neuenrade sowie Träger öffentlicher Belange und Versorgungsunternehmen über den aktuellen Sachstand aus. Beteiligt waren unter anderem Westnetz, Straßen NRW, die zuständigen Straßenmeistereien, die Deutsche Telekom sowie weitere Fachbereiche.
Der Trassenverlauf der geplanten K11n beginnt an der L 683 südlich von Elfenfohren und führt in östlicher Richtung über bestehende Gemeindestraßen bis Leveringhausen. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens ist der Grunderwerb ein entscheidender Schritt für den weiteren Projektverlauf. Aktuell führt der Märkische Kreis Gespräche mit mehr als 20 Grundstückseigentümern. Nach Abschluss dieser Gespräche kann ein konkreter Baubeginn ins Auge gefasst werden. Aus heutiger Sicht erscheint ein Baubeginn in den Jahren 2027 oder 2028 möglich. Die Bauzeit wird auf rund zwei Jahre geschätzt.
Der geplante Streckenabschnitt ist derzeit noch Gemeindestraße in den Stadtgebieten Altena, Balve, Hemer und Neuenrade und wird erst nach dem Ausbau zur Kreisstraße aufgestuft. Die Strecke wird bislang als Ausweichroute zur Bundesstraße 229, Landesstraße 698 sowie zur Bundesstraße 515 genutzt und besitzt auch überörtliche Bedeutung. Für den Lückenschluss im Bereich Balve-Leveringhausen befindet sich das Projekt derzeit in der sogenannten Variantenplanung. Das bedeutet, dass unterschiedliche mögliche Trassenführungen und Ausbauvarianten geprüft werden. Bewertet werden dabei verkehrliche Auswirkungen, Umweltaspekte, Umsetzbarkeit und Kosten. Erst nach Abschluss dieser Prüfungen kann die weitere Planung konkretisiert werden.
Kreisstraße 12 in zwischen Balve und Mellen
Die Sanierungsmaßnahme befindet sich aktuell im dritten Bauabschnitt – vom Ortsausgang aus Richtung Balve bis zur Kreuzung K12 / K34. Dabei werden unter anderem Kanalbauarbeiten für den Ruhrverband sowie Arbeiten für den Energieversorger Westnetz durchgeführt. Parallel dazu sind Straßenbauarbeiten gestartet. Auch in diesem Teilabschnitt werden der Asphalt und punktuell Bordsteine erneuert. Mit der Fertigstellung wird im April gerechnet, berichtete Carsten Glänzel. Auftragsvolumen: etwa 700.000 Euro.
Kreisstraße 16 zwischen Sümmern und Halingen
Die Sanierung der K16 zwischen Iserlohn-Sümmern und Menden-Halingen ist nahezu abgeschlossen. Auch der Neubau des parallel geführten Radwegs entlang der Rittershausstraße ist fast fertig. Die Fahrbahnoberfläche ist auf einer Länge von etwa 1,3 Kilometern saniert und verbreitert worden. Dazu wurde das Asphaltpaket etwa sechs Zentimeter abgefräst. Anschließend wurde die Fahrbahn auf 4,40 Meter verbreitert und die Bankettbereiche wurden neu hergestellt. Parallel zur Fahrbahn ist ein neuer, beleuchteter Radweg mit einer Länge von rund 900 Metern entstanden. Die Restarbeiten sind im Gange. Die Kosten für die Fahrbahnsanierung und den Bau des Radweges belaufen sich auf rund 900.000 Euro. Das Land NRW fördert das Projekt mit 75 Prozent.
Kreisstraße 32 im Stephanopeler Tal
Im Stephanopeler Tal in Hemer beginnt voraussichtlich im Juni der Neubau einer Stützwand einschließlich eines Brückenbauwerks an der Kreisstraße 32. Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund 180 Metern und ist ein zentraler Bestandteil des Wiederaufbauprogramms nach dem Hochwasser im Juli 2021. Kosten: etwa drei Millionen Euro. Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum von Juni bis November 2026 geplant.
Arbeiten auf Kreisstraßen im Südkreis
An der K3 in Halver-Hohenplanken wurden die Arbeiten zum Neubau eines Regenwasserkanals aufgenommen. Nach Ostern soll die Straße wieder freigegeben werden. In Kierspe ist in diesem Jahr die Fahrbahnsanierung der K2 auf einer Länge von rund 700 Metern geplant. Im Juni soll die Sanierung der K4 bei Meinerzhagen-Möllsiepen starten – auf einer Länge von rund 700 Metern. Die K4 zwischen Meinerzhagen-Breddershaus und der Einmündung Meinerzhagen-Elminghausen wird voraussichtlich im Zeitraum Juni bis Oktober grundhaft erneuert. Die Baumaßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund 380 Metern und umfasst unter anderem die Sanierung der Fahrbahn. Im Rahmen der Bauarbeiten wird die talseitige Böschung stabilisiert und die Fahrbahn im Kurvenbereich verbreitert.



