Märkischer Kreis. Die Zahl der schweren Unfälle, die durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht worden sind, hat im Märkischen Kreis deutlich zugenommen. Nun sollen die Kontrollen verstärkt werden.
Ein Moment der Unachtsamkeit, ein kurzer Tritt aufs Gaspedal – und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Schwere Verkehrsunfälle haben fast immer eine Geschichte. Und viel zu oft beginnt sie mit überhöhter Geschwindigkeit. Um genau das zu verhindern, intensivieren Polizei, Märkischer Kreis und die kommunalen Ordnungsämter ihre Zusammenarbeit. Die Geschwindigkeitsüberwachung im Märkischen Kreis wird weiter verstärkt und noch enger abgestimmt. Auf Einladung der Leiterin der Bußgeldstelle des Märkischen Kreises, Janine Mattka, tagte jetzt das „Netzwerk Geschwindigkeit“.
Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Ordnungsämter, des Märkischen Kreises sowie der Polizei analysierten auf Grundlage der aktuellen Verkehrsunfallstatistik gezielt Streckenabschnitte mit erhöhtem Unfallaufkommen. Im Fokus standen insbesondere Bereiche, in denen überhöhte Geschwindigkeit eine wesentliche Unfallursache darstellt.
„Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Netzwerk weiter zu intensivieren und Maßnahmen noch gezielter aufeinander abzustimmen. Im Mittelpunkt steht für uns die Verkehrssicherheit aller. Jeder abgestimmte Schritt trägt dazu bei, dass sich alle Verkehrsteilnehmer, darunter auch Kinder und Jugendliche, auf unseren Straßen sicher fühlen“, betonte Janine Mattka. Guido Bloch, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde, unterstrich die Dringlichkeit: „Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Hauptursache Geschwindigkeit und schweren Folgen ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 16,5 Prozent gestiegen. Das ist ein deutliches Signal zum Handeln. Unsere Maßnahmen sind keine pauschalen Kontrollen, sondern gezielt dort angesetzt, wo Menschen konkret gefährdet sind. Es geht darum, Verhalten nachhaltig zu verändern und Leben zu schützen.“
Das sind die kritischen Streckenabschnitte im Märkischen Kreis
Aktuell wurden kreisweit Streckenabschnitte identifiziert, auf denen überhöhte Geschwindigkeit wiederholt zu Unfällen geführt hat. Dazu zählen unter anderem:
- B 54 zwischen Schalksmühle-Dahlerbrück und Kierspe
- L 655 („Höhenweg“) in Werdohl
- L 707 zwischen Herscheid-Reblin und Meinerzhagen bis zur L 709
- B 515 („Hönnetal“) zwischen Balve und Menden
- B 229 in Lüdenscheid
- L 528 zwischen Halver und der Kreisgrenze
Zusätzlich wurden neue Überwachungsschwerpunkte festgelegt:
- L 680 („Bräukerweg“) in Menden
- B 233 („Seilerseestraße“) in Iserlohn
- K 11 Balve-Langenholthausen bis Garbeck
- L 842 Neuenrade, von der B 229 über Affeln bis zur L 697 Birnbaum
- L 561 Lüdenscheid/Herscheid Versetalsperre
Polizei und Ordnungsbehörden werden auf diesen Strecken künftig verstärkt und koordiniert Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Gemeinsames Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis nachhaltig zu erhöhen und insbesondere Verkehrsunfälle mit schweren Folgen zu reduzieren.



