Iserlohn. Die AfD hat für zwei weitere Veranstaltungen den städtischen Saalbau in Iserlohn-Letmathe angemietet. Der Umgang des Bürgermeisters mit diesen Versammlungen sorgt für politischen Streit, während Planungen für eine Gegendemonstration laufen.
Die neuerliche Vermietung des städtischen Saalbaus an die AfD sorgt in Iserlohn wieder für politische Spannungen. Die FDP-Ratsgruppe wirft Bürgermeister Michael Joithe vor, einen Ratsbeschluss zur Transparenz nicht umgesetzt zu haben, und kündigt eine Rechtsaufsichtsbeschwerde beim Märkischen Kreis an.
Der AfD-Kreisverband Märkischer Kreis will am kommenden Sonntag, 15. März, zu seiner Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl 2027 im Saalbau zusammenkommen. Darüber informierte die Stadt Iserlohn am Montag zunächst die Fraktionen und später auch die Öffentlichkeit per Pressemitteilung. Eine weitere AfD-Versammlung, der Bezirksparteitag am 21. März, wird nicht erwähnt, weil die Vermietung nach Angaben der Stadt bereits vor dem jüngsten Ratsbeschluss, der mehr Transparenz einfordert, erfolgt war. Durch das Vorgehen sieht die FDP-Ratsgruppe im Rat der Stadt Iserlohn genau diesen Ratsbeschluss nicht eingehalten.
Der Beschluss war gefasst worden, nachdem die Gründung des Landesverbands der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ im Saalbau im Januar erst einen Tag vor der Versammlung öffentlich bekannt worden war. Wie schon damals mobilisieren auch zu der neuen Versammlung an diesem Sonntag mehrere Initiativen für Proteste, berichtet unser Partner-Portal IKZ-online.de: AfD trifft sich erneut im Saalbau – Grüne planen Demo.



