Altena. Der Keyboarder der Band „Lenniac“ hat ein Lied für Altena geschrieben. Es soll vermitteln, dass die Stadt mehr zu bieten hat als negative Schlagzeilen. Bei unserer Reporterin trifft der Song einen Nerv.
Die Band „Lenniac“ probt in ihren neuen Räumlichkeiten und hat dazu die Presse eingeladen. Während des Interviews erwähnt Keyboarder Dennis Turck beinahe beiläufig, dass er ein Lied geschrieben hat. Der Titel des Song: „Wir sind Altena“. Und wenn „Lenniac“ am 5. Juni zum ersten Mal beim Altenaer Schützenfest auf der Bühne steht, werden die Musikerinnen und Musiker auch zum ersten Mal diesen Song live performen. Wir Lokaljournalisten bekommen bereits jetzt eine Kostprobe: Sänger Niko Koslowski singt die ersten Zeilen, die Musik kommt noch vom Handy.
„Wir sind Altena, wir steh’n hier zusammen. So wie Lenne und Burg, so wie Funken und Flammen. Altena im Herzen, egal wo wir sind. Wir bleiben dir treu, weil wir hier geboren sind.“
Eine Liebeserklärung an die Stadt Altena
In diesem Augenblick verwandelt sich für mich der Probenraum: Ich sehe das Schützenzelt, dicht gedrängt stehen die Menschen vor der Bühne, sie liegen sich in den Armen, singen und tanzen. Dieser Moment fühlt sich so nah und greifbar an – ich bin total gerührt, nicht zuletzt weil ich eine waschechte Altenaerin bin. Sängerin Yvonne Waschke reicht mir ein Papiertaschentuch – einer der Männer sagt freudig lachend: „läuft“.
Der Song ist eine Liebeserklärung an die Stadt Altena. Eine Botschaft gegen das Meckern. Ein Aufruf für den Zusammenhalt. Text und Noten stammen aus der Feder von Dennis Turck. Er sagt selbst, der Song könne keine Schlaglöcher flicken oder Haushaltslöcher stopfen, aber er könne in Altena ein Wir-Gefühl schaffen. Und genau das spüre ich.
„Das ist Altena, unser Leben, unsere Stadt. Niemals werden wir vergessen, wo alles angefangen hat. Was auch kommt, wir halten allem Stand. Altena – mehr als nur ein Name im Land.“
Mitreißender, kraftvoller Sound
Die ganze Band spürt das und steht voll hinter dem Lied. Die Musik ist kraftvoll, rockig, einfach mitreißend – „es kann nur gut werden“, denke ich. Schon bald wird der Song über Streaming-Dienste veröffentlicht, damit möglichst viele Altenaerinnen und Altenaer ihn vor dem Schützenfest hören, um ihn im Zelt mitsingen zu können. Das könnte im Festzelt einer dieser Momente werden, der die Menschen verbindet und spüren lässt, dass Altena mehr ist als negative Schlagzeilen.
Ob „Wir sind Altena“ zum neuen Identitätssong wird, wird sich zeigen. Für mich hat er jetzt schon etwas bewirkt: Ich habe einmal mehr gespürt, wie viel Musik bewegen kann.
(Bericht folgt)



