Nachrodt-Wiblingwerde. AED steht auf dem grünen Hinweisschild am Stromhäuschen an der Opperhusener Straße. Und darunter hängt er der „Automatisierte Externe Defibrillator“. Insgesamt gibt es in der Doppelgemeinde jetzt dreizehn neue dieser lebensrettenden Geräte.
Möglich wurden die neuen, frei zugänglichen Defibrillatoren für Nachrodt-Wiblingwerde mit der Unterstützung des Leader-Förderprogramms. Die Geräte können bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand eingesetzt werden. Sie analysieren den Herzrhythmus selbstständig und geben nur dann einen Stromstoß ab, wenn dieser erforderlich ist. Mit dem Einsatz eines „Automatisierten Externen Defibrilators“, kurz AED, kann die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt werden und im Notfall lebensrettend sein. Die Geräte führen Helfer mit Sprachanweisungen durch die einzelnen Schritte, sodass für die Anwendung keine medizinische Ausbildung erforderlich ist.
Zwölf neue AED-Standorte und einer im Bürgerbus
Die neuen AEDs befinden sich an der Michaelskapelle in Einsal, an der Opperhusener Straße am Stromhaus der Stadtwerke, an der Ehrenmalstraße 61 an der Grundschule, In der Hardt 20, an der Ebertstraße am Fernwärmehaus der Stadtwerke, bei ARAL Meier, Am Hohenhagen 1, Herlsen 9, Niggenhuser Hof 32, Holensiepen 5, Hagener Straße 7 sowie in Hallenscheid 2. Auch der Bürgerbus wurde mit einem AED ausgestattet.
Damit die Geräte im Ernstfall sicher und schnell eingesetzt werden können, sind Schulungen geplant. Die Gemeindeverwaltung befindet sich dazu derzeit noch in der Abstimmung, erklärte Sebastian Putz, Ordnungsamtsleiter und Leiter Fachbereich 2 „Sicherheit und Ordnung“ auf Anfrage von LOKALSTIMME.
Gemeinsamer Antrag von CDU und Bürgermeisterin macht’s möglich
Möglich wurde die ganze Aktion durch einen gemeinsamen Antrag von CDU-Fraktion und Bürgermeisterin aus dem Sommer 2025, das erklärte der Fraktionsvorsitzende Jens Philipp Olschewski im Gespräch mit LOKALSTIMME. Und weiter: „Dass die anderen Ratsmitglieder unserem Vorstoß damals einstimmig zugestimmt haben und die Umsetzung durch die Verwaltung inklusive Fördermitteln in Rekordzeit geklappt hat, ist einfach klasse. Gerade hier im ländlichen Raum schaffen wir damit einen spürbaren Mehrwert für die Notfallversorgung und die Sicherheit in unserer Gemeinde.
Die Geräte wurden gezielt an belebten Knotenpunkten, Schulen und in Wohngebieten platziert, wo sie gut sichtbar angebracht sind und für den Ernstfall sogar im Dunkeln leuchten. Ich hoffe zudem auf eine rege Teilnahme an den anstehenden Schulungen, damit die Geräte im Ernstfall von allen ganz selbstverständlich und ohne jede Scheu genutzt werden.“



