Menden. Die Pfingstkirmes in Menden hatte ausgerechnet zum Jubiläum weniger Besucher als gewöhnlich. Der Veranstalter erklärt sich das mit den hohen Temperaturen. Drei Polizisten wurden von Besuchern verletzt.
Von einer „ruhigen, überwiegend friedlichen“ Pfingstkirmes (>>> zu unserer Fotostrecke) spricht die Stadt Menden in einem Fazit. Größere Zwischenfälle blieben aus. Gleichwohl wurden drei Einsatzkräfte bei Angriffen auf der Kirmes verletzt, berichtete die Polizei am Dienstag.
Großes Thema des Wochenendes war die Hitze, die offenbar viele von einem Besuch der Pfingstkirmes abgehalten hat, wie die Stadt in ihrer Bilanz feststellte. So gab es zu keiner Zeit Engstellen auf dem Gelände, die den Besucherstrom gebremst hätten. Auch die Hilfeleistungen des DRK seien überwiegend auf die hohen Temperaturen zurückzuführen gewesen. Etwa 60 Hilfeleistungen musste der Sanitätsdienst leisten, acht Personen wurden ins Krankenhaus gebracht.
Eine erfreuliche Nachricht: Die Anerkennung für die Arbeit der Helferinnen und Helfer scheint wieder zuzunehmen. „Über nahezu den gesamten Zeitraum“ hätten sich die Besucher für die Arbeit der Helferinnen und Helfer immer wieder bedankt, teilt die Stadt mit.
Polizistin muss nach Angriff ins Krankenhaus
An der Werler Straße meldete der Sicherheitsdienst am Samstagnachmittag eine hilflose Frau. Weil sie aggressiv aufgetreten sei und Becher umhergeworfen habe, war sie von den Wachleuten der Veranstaltung verwiesen worden. Polizisten kamen hinzu und wollten die Identität der Frau feststellen. Diese versuchte davon zu laufen und schlug nach den Beamten. Eine Polizistin und ein Polizist wurden leicht verletzt. Die Frau aus Greifswald (43) wurde durch das Ordnungsamt in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.
Einen weiteren Angriff gab es in der Nacht zu Dienstag kurz nach Mitternacht am Lenzenplatz. Dort kam es zu verbalen Streitigkeiten mit anschließendem Handgemenge. Polizisten gingen dazwischen und versuchten zu schlichten. Eine 27-jährige Mendenerin, die mutmaßlich stark unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand, verhielt sich derart aggressiv, dass sie eine Polizistin so schwer verletzte, dass diese ins Krankenhaus gebracht werden musste und nun nicht mehr dienstfähig ist. Auch die Tatverdächtige musste wegen ihres Zustands einem Krankenhaus zugeführt werden. Sie wurde wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte angezeigt.
Neben zwei weiteren Körperverletzungsdelikten, darunter einer schweren Körperverletzung nach Kirmesende, wurden mehrere kleinere Sachbeschädigungen aufgenommen.
Außerdem wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen, etwa weil jemand ohne Erlaubnis auf dem Kirmesgelände Zeitschriften verkaufen wollte oder alkoholisierte Besucher vor allem nach Kirmesende mit unangemessenem, teils aggressiven Verhalten auffielen.



