Menden. Nach der versuchten Brandstiftung auf dem Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Menden hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Der Junge ist erst elf Jahre alt.
Update, 30. Januar: Für den versuchten Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Menden soll ein Elfjähriger verantwortlich sein. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Im Zuge intensiver Ermittlungen durch den Staatsschutz der Polizei Hagen sei der Junge als Verdächtiger identifiziert worden. Nach aktuellen Erkenntnissen liegen der Polizei keine Hinweise auf eine politische Tatmotivation vor. Das Kind habe die Tat eingeräumt.
Aufgrund der Strafunmündigkeit entstehen keine strafrechtlichen Folgen für den Jungen. Weitere Auskünfte können aus Gründen des Jugend- und des Persönlichkeitsschutzes nicht gegeben werden.
Ursprüngliche Meldung vom 28. Januar: Nach einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf eine Unterkunft für Flüchtlinge in Menden hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Bereits am vergangenen Donnerstag, 22. Januar, soll ein Jugendlicher gegen 18 Uhr auf dem Gelände der Kommunalen Unterbringungseinrichtung (KUE) an der Franz-Kissing-Straße eine Flüssigkeit vor zwei dort befindlichen Wohncontainern verteilt und anschließend versucht haben, diese zu entzünden. Das berichten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Brandstiftung blieb erfolglos, woraufhin er mit einem Fahrrad flüchtete. Ein Zeuge beobachtet die Tat.
Da die Polizei ein politisches Motiv des Täters nicht ausschließt, hat der Staatsschutz der Hagener Polizei die Bearbeitung übernommen. Hinweise zu verdächtigen Personen werden unter 02331/986-2066 entgegengenommen.



