Menden. Der Löschzug Mitte der Feuerwehr Menden sehnt sich nach einem neuen Gerätehaus. Bei der Jahresdienstbesprechung konnte der Wehrführer gute Nachrichten verkünden.
Im Rahmen der diesjährigen Jahresdienstbesprechung kamen zahlreiche Kameradinnen und Kameraden aus der Einsatzabteilung, der Unterstützungsabteilung, der Jugendfeuerwehr, der Ehrenabteilung sowie dem Spielmannszug des Löschzuges Mitte zusammen. Der Einladung der Zugführung folgten zudem die Wehrführer Christian Bongard und Jürgen Schermutzki. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Gerätehaus Stadtmitte sowie der eingeschränkten Verfügbarkeit des Ratssaals fand die Veranstaltung in diesem Jahr im Alten Ratssaal statt.
In seinem Grußwort überbrachte Wehrführer Christian Bongard vorsichtig optimistische Nachrichten zur künftigen Entwicklung des Löschzuges. Die Frage eines neuen Standorts für den Mendener Baubetriebshof (MBB) konnte mit der Variante „In den Liethen“ positiv entschieden werden. Die Planungen hierzu sollen noch im laufenden Jahr beginnen. Parallel dazu wird der Löschzug die Planungen für ein neues Gerätehaus aufnehmen. Mit einer Fertigstellung wird derzeit im Jahr 2030 gerechnet.
Darüber hinaus hob Christian Bongard die Inbetriebnahme der neuen IuK-Einheit (Information und Kommunikation) hervor, die bereits bei mehreren Einsätzen
erfolgreich unterstützend tätig war. Sein Dank galt insbesondere den Kameradinnen und Kameraden aus der gesamten Feuerwehr Menden, die durch ihre Bereitschaft zusätzliche Aufgaben übernommen haben. Ebenso sprach er allen Mitgliedern seinen Dank für die im vergangenen Jahr geleisteten ehrenamtlichen
Stunden aus.
Löschzug zeichnet sich durch hohe Leistungsbereitschaft aus
Das Jahr 2026 steht für die Feuerwehr Menden im Zeichen der 750-Jahr-Feier der Stadt. Auch die Feuerwehr wird in die Feierlichkeiten eingebunden sein. Konkrete Planungen hierzu stehen jedoch noch aus.
Die im Rahmen der Versammlung vorgestellte Jahresstatistik verdeutlichte erneut die hohe Leistungsbereitschaft des Löschzuges. Mit 90 aktiven Mitgliedern startete der Löschzug Mitte in das vergangene Jahr und bewältigte insgesamt 71 Einsätze. Hinzu kamen zahlreiche Übungsdienste, Lehrgänge und Sonderausbildungen. Nahezu alle Mitglieder erreichten dabei eine Dienstbeteiligung von über 80 Prozent.
Das Einsatzspektrum zeigte sich dabei äußerst vielfältig. Es reichte von Brandmeldealarmierungen über kleinere und mittlere Brandeinsätze bis hin zu technischen Hilfeleistungen und ABC-Lagen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer breit angelegten und kontinuierlichen Ausbildung. „Wir müssen stetig weiter an unserem hohen Ausbildungsstand arbeiten, um den Bürgerinnen und Bürgern auch künftig in allen Notlagen bestmöglich helfen zu können“, betonte der stellvertretende Zugführer Albert Lipsch.
923 Badewannen voller Atemluft verbraucht
Ein Beispiel für die intensive Ausbildung stellte der Bereich Atemschutz dar. Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen von Übung und Ausbildung 156 Atemluftflaschen verbraucht. Dies entspricht rund 40 Stunden Einsatzzeit unter Atemschutz oder – bildlich dargestellt – etwa 923 Badewannen voller Atemluft, wie Ausbilder Ralf Nölken den Verbrauch seit Jahren anschaulich erläutert.
Erfreulich war zudem die Aufnahme neuer Mitglieder in den Löschzug. Mehrere Kameraden wechselten aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung, darüber hinaus konnten zwei weitere neue Kameraden begrüßt werden. Zahlreiche Mitglieder wurden aufgrund erfolgreich absolvierter Lehrgänge oder im Rahmen von Zeitbeförderungen befördert.
Der Ausblick auf das kommende Jahr zeigt: Der Löschzug Mitte steht vor neuen, spannenden und herausfordernden Aufgaben. Dank einer engagierten Mannschaft und eines hohen Ausbildungsstandes sieht sich der Löschzug jedoch gut vorbereitet und blickt zuversichtlich in die Zukunft.



