Lüdenscheid. Die Arbeiten am zweiten Teilbauwerk der Rahmedetalbrücke auf der A 45 bei Lüdenscheid machen weiter Fortschritte. Am Mittwoch wurden beide Hälften der Brücke miteinander verbunden.
Gerade einmal drei Wochen nachdem das erste Teilbauwerk der A45-Talbrücke Rahmede in Rekordzeit für den Verkehr freigegeben worden ist, feiert das Rahmedetal bei Lüdenscheid die zweite (Stahl-)Hochzeit. Am Mittwoch fand der letzte Verschub des zweiten Teilbauwerkes in Richtung Dortmund statt und der Stahlüberbau wurde miteinander verbunden.
„Dieses Projekt hat im Dezember bundesweit in den Schlagzeilen gestanden, weil wir hier mit enormem Tempo nach nur zwei Jahren Bauzeit und mehr als ein halbes Jahr früher als geplant die Lücke in der A45 wieder geschlossen haben“, ist Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes stolz auf das Team der Außenstelle Hagen. „Jetzt haben wir den nächsten Meilenstein geschafft und auch den Stahlüberbau beim zweiten Teilbauwerk über dem Tal verbunden.“ Ihr Dank geht auch an die Arbeitsgemeinschaft aus Habau, MCE und Bickhardt Bau, die in den zurückliegenden Wochen wiederholt den widrigen Wetterbedingungen getrotzt und das Projekt vorangetrieben hat.
Nach dem letzten Verschub musste die südliche Hälfte des Überbaus mit Hilfe einer hydraulischen Hubvorrichtung auf das Niveau des nördlichen Bauteils gebracht werden. Erst dann konnten die letzten Zentimeter geschoben und so die Lücke geschlossen werden. Nachdem die beiden Brückenhälften zunächst nur verschlossert, das heißt mit Schraubverbindungen gesichert werden, stehen in den kommenden Tagen die finalen Schweißarbeiten an. Ebenso wie beim ersten Teilbauwerk werden anschließend wieder zwei Schalwagen installiert, mit denen die Betonfahrbahn gegossen wird. Für die Schalwagen werden die bereits eingesetzten Module genutzt, müssen aber in einem aufwendigen Prozess für das zweite Teilbauwerk individuell angepasst werden.

Mit einer hydraulischen Hubvorrichtung wurden beide Brückenteile auf ein Niveau gebracht, um dann fest verbunden zu werden. Foto: Susanne Schlenga/Autobahn Westfalen
Projektleiter Michael Neumann ist zufrieden, dass beim Stahlbau so früh in diesem Jahr dieser wichtige Meilenstein erreicht werden konnte. „Bei den Schneemengen und dem enormen Frost der vergangenen Wochen war nicht abzusehen, dass wir so schnell weiterkommen.“ Auf einen Freigabetermin will er sich darum auch beim zweiten Teilbauwerk nicht festlegen. „Wer weiß, was der Winter noch bringt. Der Verkehr läuft. Das ist die Hauptsache!“



