Altena. Ausgelassene Stimmung und spürbare Vorfreude prägten die jüngste Vorstandssitzung der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena. Im Mittelpunkt stand das bevorstehende Schützenfest, das organisatorisch gut vorbereitet ist. Das Sorgenkind ist die Suche nach Musikvereinen.
Im Haus Lennestein kam am Freitagabend der Gesamtvorstand der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) zusammen. Die Stimmung unter den rund 80 Herren der Altenaer Schützengesellschaft war hervorragend. Pott-Jost-Rufe, Gelächter und Applaus schallten um kurz nach 20 Uhr bis auf den Parkplatz vor der Location. Innen hatte die Kompanie Freiheit alles für die Sitzung hergerichtet: Der Thekenbereich war mit Jalousien zum großen Saal hin abgetrennt worden, was für eine gemütlichere Atmosphäre sorgte. Von der Decke hingen zahlreiche Wimpel in Grün und Weiß und auf den Tischen standen Mettbrote und Frikadellen zum Verzehr bereit.
Neue Scheffen und neue Zugführer
Ein wichtiger Bestandteil der Vorstandssitzung waren die Ernennung neuer Scheffen und die Vorstellung der neuen Zugführer. Die neuen Scheffen sind: Hendrik Siebecke (Kompanie Nette), Bernd Duske und Axel Rulf (Kompanie Kelleramt), Michael Feldmann, Olaf Berg, Dominik Löttgers und Marc Bunse (Kompanie Rahmede) sowie Jörg Schäfer und Dr. Moritz vom Hofe (Kompanie Freiheit). Die neuen Zugführer heißen: Julius Eltzner und Tobias Rossbach (Kompanie Rahmede), Michel Böing (Kompanie Freiheit), Raoul Weber (Kompanie Kelleramt) sowie Jan Marzecki und Frederik Rentrop (Kompanie Nette). Zudem wurden Schützen in den verschiedenen Kommissionen bestätigt, andere wurden neu gewählt – wie üblich – per Handzeichen, und in der Regel ohne Gegenstimmen.
Neue Zugführer müssen Marschierfähigkeit unter Beweis stellen
Traditionsgemäß mussten die neuen Zugführer vor die Versammlung treten, um sich kurz vorzustellen. Bei allen sechs Männern wurde eins ganz deutlich: Sie freuen sich „wie Bolle“ (das Motto des ABends) auf ihre neuen Aufgaben und darüber, jetzt zum Gesamtvorstand zu gehören. Anschließend mussten sie dann ihre Marschierfähigkeit unter Beweis stellen. Hinter den Jalousien hatte sich in der Zwischenzeit der Versetaler Musikzug aufgebaut und Instrumente und Noten gerichtet. So konnte Gesellschaftsspieß Dirk Himmelmann zunächst die neuen Zugführer in Reih und Glied befehligen und dann das Kommando zum Abmarsch durch den großen Saal geben. Dabei marschierten sie an Hauptmann Alexander Grass und dem amtierenden Schützenkönig Michael Funnemann vorbei. Das Ganze geschah sehr zur Freude aller anderen Anwesenden, die dieses Prozedere aus eigener Erfahrung nur zu gut kennen.
Sicherheitskonzept liegt bei den Behörden
Organisatorisch zeigt sich die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Altena gut aufgestellt. Der Hauptmann berichtete, dass sämtliche Verträge für das Schützenfest unterzeichnet seien und das Schützenfest planmäßig stattfinden kann. Adjutant Jörg Nielsen berichtete, dass am Zeltkonzept aktuell nur noch an Feinjustierungen gearbeitet werde. Schriftführer Frank Henkel konnte verkünden, dass Sicherheitskonzept bei den Behörden liege. In der kommenden Woche würden zusammen mit Ordnungsamt und Polizei weitere Einzelheiten besprochen.
Ein großes Thema sorgte jedoch für nachdenkliche Gesichter: die musikalische Gestaltung des Schützenfestes. Dominik Gerland berichtete, dass mittlerweile mehr als 200 Musikvereine angeschrieben wurden – mit bislang begrenztem Erfolg. Besonders für den Schützenfest-Freitag, denn da fehlen der Gesellschaft noch vier Musikkapellen. Zusätzlich würde die Situation durch die kurzfristige Auflösung des Musikvereins TuRa Eggenscheid verschärft. Die Musiker aus Lüdenscheid waren über viele Jahre hinweg ein fester und verlässlicher Partner der FWG.
Trotz der bestehenden Herausforderungen überwog der Optimismus. Die Vorstandsmitglieder blicken zuversichtlich auf die kommende Zeit, die vom Kränzebinden in den einzelnen Kompanien geprägt sein wird. Den Höhepunkt bildet das Schützenfest im Juni. Es soll erneut ein echtes Highlight für Altena werden – mit guter Stimmung, gelebter Tradition und starkem Gemeinschaftsgefühl. Und genau das war bereits am Freitagabend im Lennestein spürbar.



