Altena. Die Belebung der Altenaer Innenstadt wird durch das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ weiter vorangetrieben. In der Lennestraße gibt es seit Freitag (2. Januar) ein neues Geschäft. Und Wirtschaftsförderer Jens Hiller hat noch weitere förderfähige Ladenlokale im Angebot.
Das Programm richtet sich an Städte und Gemeinden, die von Leerstand sowie Schließungen in Handel und Gastronomie betroffen sind. Subventionierte Mieten senken dabei die Hürde für Menschen, die in Altena ein Geschäft eröffnen möchten. Konkret funktioniert die Förderung so: Die Stadt Altena mietet geeignete Ladenlokale von den Eigentümern zu einem unter dem üblichen Marktpreis liegenden Betrag an und vermietet diese anschließend noch günstiger an neue Geschäftsinhaber weiter. Die dabei entstehende Differenz übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen zu 80 Prozent. Für Gründerinnen und Gründer bedeutet das eine spürbare finanzielle Entlastung – gerade in der sensiblen Anfangsphase einer Selbstständigkeit.
Ein aktuelles Beispiel für die erfolgreiche Anwendung des Programms ist Bettina Chour. Sie hat im ehemaligen Geschäft von „Gardinen Bartels“, ihre „Mystery Oase“ eröffnet. Da dieses Ladenlokal bislang noch nicht durch das Land NRW gefördert worden war, konnte Wirtschaftsförderer Jens Hiller hier aktiv werden und die Voraussetzungen für eine Förderung schaffen.
„Ich fasste Mut und drehte alles noch einmal auf null“
Über diese Möglichkeit wurde Chour im Gespräch mit der Altenaer SPD-Ratsfrau Nilüfer Seker aufmerksam, die sie über das Förderprogramm informierte und den Kontakt zur Wirtschaftsförderung herstellte. So konnten die Weichen für die neue Geschäftseröffnung gestellt werden. Für die 58-Jährige ist die „Mystery Oase“ mehr als nur ein neues Ladenlokal – es ist ein bewusster Neuanfang. „Ich drehe noch einmal alles auf null“, sagt Chour im Gespräch mit LOKALSTIMME. Hinter ihr liegen schwierige Zeiten: In Recklinghausen betrieb sie früher bereits ein eigenes Geschäft, doch private Entwicklungen machten Veränderungen notwendig. Über Hagen führte ihr Weg schließlich nach Nachrodt, wo sie eine Wohnung fand – und nun den Mut fasste, erneut den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.
Hiller will Gründerinnen und Gründer ermutigen
In ihrem Geschäft bietet Bettina Chour eine „bunte Palette“, wie sie selbst sagt. Das Sortiment reicht von Kinder-, Damen- und Herrenmode über Elektro-Kleingeräte bis hin zu verschiedenen Sonderposten. Mit ihrem Angebot möchte sie nicht nur Kundinnen und Kunden ansprechen, sondern auch einen Beitrag zur weiteren Belebung der Altenaer Innenstadt leisten. Wirtschaftsförderer Jens Hiller ermutigt weitere Gründerinnen und Gründer dem Beispiel zu folgen. Noch seien förderfähige Ladenlokale vorhanden. „Wer den Schritt in die Selbstständigkeit in Altena erwägt, kann von den bestehenden Fördermöglichkeiten profitieren und so den Start deutlich erleichtert bekommen“, so der Wirtschaftsförderer.



