Am Freitag wurden die zwei Schornsteine am Kraftwerk Elverlingsen gesprengt.
Fotos: Dennis Echtermann
Altena/Werdohl. Am Freitagvormittag, 28. November, sind die zwei markanten Schornsteine des ehemaligen Kraftwerks Elverlingsen gesprengt worden.
Sprengmeister Michael Schneider ließ sich an diesem Vormittag nicht aus der Ruhe bringen. Wenige Minuten vor der geplanten Sprengung waren immer noch Mitarbeiter in einem der Schornsteine unterwegs, kontrollierten auf mehreren Ebenen die zuvor gelegten Sprengleitungen.
Unbekannte hatten diese zuvor manipuliert und damit die Sprengung verzögert. Wie vor Ort zu erfahren war, wurde die Leitung zwischen den beiden Türmen durchtrennt. Ein Zustand, der schnell repariert werden konnte.
Wenige Minuten nach 10 Uhr hallte das Kommando zur Sprengung durch das Lennetal und die zwei Schornsteine fielen kontrolliert im Abstand von zehn Sekunden in das vorbereitete Fallbett.
Der höhere der beiden Schornsteine maß 282 Meter und überragte damit sogar den Kölner Dom.
Trotz der Größe der Bauwerke hielt sich die Staubentwicklung in Grenzen – der anhaltende Regen bremste die aufsteigende Staubwolke deutlich ab.
Die Vollsperrung der B236 erfolgte im Bereich nach der 180-Grad-Kurve hinter der Stadtgrenze, in der Ortslage Elverlingsen. Dort wurde temporär ein Sicherheitsradius von 450 Metern eingerichtet.
Die Vollsperrung galt für den Straßenverkehr, inklusive Busse, und auch für Fußgänger.
Bis Mitte 2026 soll das letzte Gebäude auf dem Gelände abgerissen sein. (CMz/DE)


















