Altena/Märkischer Kreis. Erst „Luise“, dann „Manja“: Die beiden Tiefdruckgebiete haben in den vergangenen beiden Nächten für die ersten kräftigen Herbststürme gesorgt und der Feuerwehr zahlreiche wetterbedingte Einsätze beschert.
Update vom 26. Oktober: Nach den Sturmböen vom Wochenende ist der Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer (SIH) in beiden Städten im Einsatz. An zahlreichen Straßen bergen die Mitarbeiter abgebrochene Äste und entfernen Totholz aus den Straßenbäumen. Rund 70 Einsatzorte verzeichnet der SIH am Montagvormittag.
Die Schadensstellen verteilen sich über die Stadtgebiete: In Hemer (ca. 25 Einsätze) von Ihmert bis Landhausen und in die Becke. Betroffen sind unter anderem die Schulstraße, die Jahnstraße, die Altenaer Straße, der Stübecker Weg sowie die Straßen Auf dem Brauck, An der Schleuse und Lerchenstraße.
Radweg zwischen Hemer und Menden gesperrt
Auch der Radweg zwischen Hemer und Menden ist betroffen: Unmittelbar hinter dem Ausgang der Unterführung an der Edelburg sind kleinere Bäume auf den Radweg gestürzt. Da in dem angrenzenden Hang noch deutlich größere Bäume stehen und deren Umstürzen nicht mit Sicherheitheit ausgeschlossen werden kann, wird der Abschnitt von der Unterführung bis zu den Photovoltaikmodulen der Firma Grohe zunächst gesperrt. Da die Einsätze in Wohngebieten und an Straßen vorrangig behandelt werden, können die Räumung des Radwegs und Kontrollen der größeren Bäume nicht unmittelbar erfolgen. Aufgrund der Vielzahl der Einsatzorte muss damit gerechnet werden, dass die Sperrung erst am Mittwoch, 28. Oktober, aufgehoben werden kann. Der SIH bedankt sich für das Verständnis.
In Iserlohn (ca. 45 Einsätze) zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier bergen die SIH-Kolonnen abgebrochene Äste und entfernen Totholz aus den Bäumen. Im Einsatz sind sie unter anderem an der Schützenstraße, Lupinenstraße, Grürmannsheider Straße, Lessingstraße, Auf der Insel, am Lennedamm, am Gerlingser Weg sowie an den Straßen Eichengrund, Werkstraße, Seilerblick und Frauenstuhlweg.
Fünf Einsätze in Altena
Ursprüngliche Meldung vom 25. Oktober: Während es für die Feuerwehr in Altena vergleichsweise wenig Einsätze gab, hatten insbesondere in den Nachbarstädten Lüdenscheid und Iserlohn die Einsatzkräfte jede Menge zu tun mit abgebrochenen Ästen und umgestürzten Bäumen, die Straßen und Wege blockierten, oder mit überschwemmten Straßen, weil die Gullyeinläufe verstopft waren.
In Altena musste die Feuerwehr am Samstag tagsüber vier Mal ausrücken: Am Giershagener Weg, am Halsknopf (Nette) und Auf dem Brink (Evingsen) blockierten Bäume die Straße. An der Hermann-Voss-Straße (Pragpaul) war die Fahrbahn überflutet und musste der Gully freigemacht werden. Alle Einsätze arbeitete die Besatzung der Feuerwache ab.
In der Nacht verzeichnete die Leitstelle keine Einsätze. Am Sonntagvormittag kam ein weiterer hinzu: Am Paulusweg (Rahmede) lag ein Baum über der Straße.
Ast durchschlägt Windschutzscheibe
Ganz anders in Iserlohn; dort waren Berufs- und Freiwillige Feuerwehr fortlaufend im Einsatz, auch noch am Sonntagvormittag.
In der Nacht zu Samstag (24. Oktober) traf in der Obergrüne ein großer Ast ein fahrendes Auto und durchschlug die Windschutzscheibe. Die Fahrerin blieb wie durch ein Wunder unverletzt.
In der Nacht zu Sonntag (25. Oktober) gab es zahlreiche weitere Einsätze in der Waldstadt, die teils zu Straßensperrungen führten, so in den Ortslagen Kesbern (Lohsiepen) und in Letmathe (Schälk/Grürmannsheide).
Einen ausführlichen Bericht über diese Sturmeinsätze lesen Sie auf unserem Partnerportal IKZ-Online: Ast kracht beim Sturmtief Luise durch Frontscheibe eines fahrenden Pkw. (CMz)



