Märkischer Kreis. Glatte Straßen haben vor alle im Norden des Märkischen Kreises zu vielen Unfällen geführt. In Iserlohn, Menden und Schalksmühle kam es dabei zu Verletzten.
Vor allem die Autofahrerinnen und Autofahrer im Norden des Märkischen Kreises haben am Montag mit den schwierigen Straßenverhältnissen zu kämpfen gehabt. Die Kombination von Temperaturen um 0 Grad, leichtem Regen und später Schneefall sorgte für eine Reihe von Unfällen, in vier Fällen mit Verletzten. Fahrzeuge landeten in Leitplanken, prallten gegen Verkehrsschilder, auf parkende oder vor ihnen haltende Wagen oder in den Gegenverkehr.
Zeitweise kamen alle zwei bis vier Minuten Meldungen über Verkehrsunfälle oder Gefahrstellen wie hängengebliebene oder querstehende Lkw oder Busse. In der Mehrzahl handelte es sich um wetterbedingte Ursachen. Am kritischsten war die Zeit zwischen 10 und 11.30 Uhr. Zwischen 7 und 15 Uhr zählte die Polizei über 30 witterungsbedingte Unfälle, davon 19 allein in Iserlohn.
An der Iserlohner Kreuzung Baarstraße/Hembergstraße kam es innerhalb einer halben Stunde gleich zu zwei Unfällen: Kurz nach 8.30 Uhr geriet ein 19 Jahre alter Autofahrer aus Menden auf der Hembergstraße ins Rutschen, touchierte einen vor ihm stehenden Wagen einer 47-jährigen Iserlohnerin und stieß mit einem von der Baarstraße auf die Hembergstraße abbiegenden, entgegenkommenden Fahrzeug eines 46-jährigen Iserlohners zusammen. Ein Wagen musste abgeschleppt werden. Schaden: Mindestens 10.000 Euro. Ein Fahrer musste leicht verletzt ins Krankenhaus transportiert werden. Eine knappe halbe Stunde später kam eine 29-jährige Dortmunderin auf der Geradeausspur der Hembergstraße ins Rutschen und prallte auf ihn vor ihr wartendes Fahrzeug.
Am Steinhügel und an der Ankerstraße waren Autofahrer noch auf Sommerreifen unterwegs und in Unfälle verwickelt. Im Wiesengrund stoppte ein Fahrer, um die Scheibe besser freizukratzen. Dabei rollte sein Wagen gegen ein geparktes Fahrzeug. Auf der Giesestraße flüchtete kurz vor 9 Uhr ein Autofahrer, nachdem er auf einen haltenden Wagen aufgefahren war. Der Clio-Fahrer wendete und fuhr in der anderen Richtung davon. An der Hochstraße rutschte ein Bus in zwei parkende Autos.
Fahrerin rutscht in Menden mit Auto in Graben
In Hemer gab fünf Unfälle, in einem Fall war ein Streuwagen beteiligt. In Lüdenscheid nahm die Polizei vier Unfälle auf, in Menden drei. In Menden-Brockhausen rutschte kurz nach 11 Uhr ein Fahrzeug von der Straße und blieb auf der Seite Graben liegen. Die Fahrerin wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Jeweils einen wetterbedingten Unfall vermeldet die Polizei aus Altena, Plettenberg, Halver und Schalksmühle. Kurz nach 12 Uhr geriet in Schalksmühle auf der Straße Grünenthal eine 60-jährige Lüdenscheiderin mit ihrem Auto ins Rutschen. Ihr Wagen drehte sich um 180 Grad und touchierte das entgegenkommende Fahrzeug einer 44-jährigen Schalksmühlerin. Beide Fahrerinnen wurden leicht verletzt. Ein Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden liegt bei mindestens 5000 Euro.
Andere Unfälle waren ohne witterungsbedingte Einflüsse oder die Ursache konnte nicht eindeutig zugeordnet werden. Hinzu kamen bei den Meldungen Gefahrstellen mit querstehenden Fahrzeugen, meist Lkw oder Bus, was auch für die anderen Verkehrsteilnehmer Stillstand bedeutete. In diesen Fällen musste der Winterdienst abgewartet werden, bevor die Straßen auch für den anderen Verkehr wieder frei waren. Solche Stellen waren unter anderem die Westendorfstraße in Hemer, der Deierter Weg bei Wiblingwerde sowie die Gutenbergstraße in Iserlohn.
Die Polizei mahnt weiter zur Vorsicht und darum, weitere Bremswege einzukalkulieren. Die Straßen bleiben weiter glatt.



