Altena. Flutkatastrophe. Jahrhunderthochwasser. Extremereignis. Es gibt viele Begriffe und dennoch beschreiben sie kaum, was am Mittwoch, 14. Juli 2021, und in der Nacht darauf, also vor einem Jahr Altena erlebt: Weite Teile der Stadt stehen nach Dauer- und Sturzregen unter Wasser. Bereits am frühen Mittwochmorgen hat LOKALSTIMME Autofahrer und Fußgänger vor den ersten Überflutungen in Altena gewarnt – als erste überhaupt.

Was nach den ersten Überflutungen am Markaner, in der Brachtenbecke und auch in Nachrodt an der B 236 in Höhe des Bahnübergangs an der Helbecke kommt, übersteigt schnell als bis dahin vorstellbare – bis hin zum Tod des 46-jährigen Feuerwehrmanns Oliver D., der nach der Rettung eines Passanten in der Nette in Höhe der Sekundarschule in die braunen Fluten stürzt, mitgerissen wird und ertrinkt.


Am Abend des 14. Juli 2021 fasst LOKALSTIMME zusammen: „Ein zusammenhängendes, befahrbares Straßennetz gibt es nicht mehr. Sturz- und Dauerregen haben am Mittwoch (14. Juli) aus Bächen und Siepen reißende Ströme gemacht, die sich ihren Weg durch die Stadt bahnen, dabei durch Häuser fließen, Keller, Garagen und Fabriken fluten, Schlamm und Geröll hinterlassen – und einem 46-jährigen Feuerwehrmann im Einsatz das Leben kosten. Ausnahmezustand in Altena.“

In den folgenden Stunden und Tagen erleben die Menschen in Altena eine Welle der Hilfsbereitschaft beim Aufräumen.

Ende Januar 2022, gut ein halbes Jahr nach der Katastrophe, beschließt der Stadtrat einen Wiederaufbauplan für Altena. Demnach haben die Überschwemmungen und die Folgen Schäden in Höhe von 100 Millionen Euro angerichtet – und das nur an der öffentlichen Infrastruktur wie Straßen, Plätze, Brücken und städtische Gebäude.

Mit einer Bildergalerie ziehen wir den Vergleich wie es vor einem Jahr und heute an ausgesuchten Stellen des Stadtgebiets, die besonders betroffen waren, aussieht.

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