Hemer/Märkischer Kreis. In Hemer hat es am Freitagabend (8. Juli) eine Explosion gegeben. Ein Mehrfamilienhaus ist dabei eingestürzt. Es gibt mehrere schwer Verletzte und auch Vermisste. Feuerwehr und Rettungsdienst sind mit einem Großaufgebot im Einsatz und arbeiten die Nacht auf Samstag hindurch.

+++ Update, Donnerstag 14. Juli, 12.45 Uhr +++:


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Hemer (ots) Die 32-jährige Frau, die durch die Rettungskräfte zunächst aus den Trümmern gerettet werden konnte, ist in Folge ihrer schweren Verletzungen verstorben. Der 36-jährige Mann, der ebenfalls aus den Überresten des Hauses gerettet werden konnte, schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Die Spurensuche durch Kriminalpolizei und Sachverständige am Unglücksort ist seit gestern zunächst abgeschlossen. In der Folge werden die gesicherten Spuren nun im Rahmen der Ermittlungstätigkeit ausgewertet, um Rückschlüsse auf die mögliche Ursache der Explosion zu erlangen. Entgegen anderer Darstellungen liegen der Polizei bislang keine Hinweise darauf vor, dass ein Flüssiggastank vor dem Haus am Tattag oder kurz davor befüllt worden ist. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegt die letzte Befüllung bereits einige Monate zurück. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauern an. (schl)

+++ Update, Samstag, 12.45 Uhr +++:

Soeben hat die Polizei weitere Details zu den verunglückten Personen bekannt gegeben. Es handelt sich hierbei um die Bewohner des eingestürzten Hauses. Bei den aus den Trümmern geretteten Schwerverletzten handelt es sich um eine 32-jährige Frau und einen 36-jährigen Mann. Bei der Verstorbenen um eine 57-jährige Frau.

+++ Update, Samstag, 12.30 Uhr +++:

NRW-Innenminister Herbert Reul hat am Vormittag die Unglücksstelle in Hemer-Westig besucht und sich bei den Einsatzkräften bedankt. Des weiteren sprach er den Angehörigen sein Beileid aus. Begleitet wurde Reul von Hemeraners Bürgermeister Christian Schweitzer, der die ganze Nacht an der Einsatzstelle gewesen ist, Landrat Marco Voge.

NRW-Innenminister Herbert Reul mit Hemeraners Bürgermeister Christian Schweitzer (re.) und Landrat Marco Voge (li.) an der Unglücksstelle

+++ Update, Samstag, 10.00 Uhr +++:

Wie die Polizei mitteilt, konnte gegen 8.50 Uhr eine weibliche Person nur noch leblos aus dem eingestürzten Wohnhaus in Hemer geborgen werden. Die Identität der Frau steht derzeit noch nicht zweifelsfrei fest. Die Rettungskräfte setzen ihre Suchmaßnahmen zur Stunde fort.
In der Nacht waren ein Mann und eine Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen aus den Trümmern gerettet worden. Die Einsatzstelle ist beschlagnahmt und wird durch Kräfte der Polizei gesichert. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauern weiterhin an.

+++ Update, Samstag, 6.10 Uhr +++:

Mittlerweile bestätigt auch die Polizei offiziell die Rettung von zwei Personen – einer Frau und einem Mann – aus den Haustrümmern. „Zur Zeit besteht bei beiden Lebensgefahr“, teilt die Polizei zu den Verletzungen der Opfer mit. Die Identität der beiden Geretteten sei zur Stunde „noch nicht zweifelsfrei geklärt“; damit scheint weiter unklar, wie viele Personen und wer sich in dem Mehrfamilienhaus zur Zeit der Explosion und des Einsturzes aufgehalten haben. Die Suchmaßnahmen der Feuerwehr gingen daher weiter, so die Polizei.

Die Einsatzstelle ist zudem beschlagnahmt und werde durch Kräfte der Polizei gesichert. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion, die zum Einsturz des Mehrfamilienhauses geführt hat, dauerten an. Nach ersten Erkenntnissen war gegen 19 Uhr am Freitagabend (8. Juli) ein Gastank explodiert und hatte das Gebäude einstürzen lassen.

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+++ Update, Samstag, 5.10 Uhr +++:

Die Feuerwehr hat gegen 3.45 Uhr auch eine zweite verschüttete Person lebend aus den Trümmern des eingestürzten Mehrfamilienhauses retten können; das bestätigte Hemers Feuerwehrsprecher Andreas Schulte gegenüber LOKALSTIMME.DE. Demnach handelte es sich um eine der beiden vermissten Frauen. Sie ist laut Feuerwehr mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Da noch eine weitere Person unter dem Trümmerberg vermutet wird, seien die Bergungsarbeiten zunächst eingestellt worden, um Rettungshunde zum Einsatz zu bringen: Sie sollen Witterung aufnehmen und den Rettern Hinweise darauf geben, wo sie nach der verschüttete Person suchen müssen. Damit ist klar, dass es zu dieser Person – anders als zu den beiden bereits Geretteten – keinen Kontakt gibt.

+++ Update, Samstag, 3.45 Uhr +++:

Vor ca. 30 Minuten ist die erste der drei verschütteten Personen aus den Trümmern des Hauses gerettet worden; es handelt sich um den Mann. Er ist noch vor Ort in einem Rettungswagen länger behandelt worden. Nach Informationen von LOKALSTIMME.DE ist der Mann bei dem Hauseinsturz lebensgefährlich verletzt worden.

+++ Update, Samstag, 1.10 Uhr +++:

Die aktuelle Lage der Rettung der Verschütteten schildert Andreas Schulte, Pressesprecher der Feuerwehr Hemer, so:

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+++ Update, 23.50 Uhr +++:

Bei den drei verschütteten Personen soll es sich um zwei Frauen und einen Mann handeln. Der Versuch, sie aus den Trümmern des Mehrfamilienhauses zu retten, läuft auf Hochtouren. Mit einem Bagger werden die Trümmer angehoben und beiseite geräumt; dies alles geschieht sehr vorsichtig, damit keine Gebäudereste und -teile verrutschen und die Verschütteten womöglich noch weiter eingeklemmt werden.

 

+++ Update, 22.10 Uhr +++:

Nach derzeitigem Stand spricht die Polizei von vier verletzten Personen, die unmittelbar nach der Explosion im Umfeld des zerstörten Hauses angetroffen wurden: Eine Person ist mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden; die anderen drei gelten als leicht verletzt.

Unter den Trümmern des Hauses befinden sich noch Verschüttete; die Feuerwehr hat deren Zahl um eine Person auf jetzt drei erhöht. Ihre Rettung mit schwerem Gerät wird vorbereitet. Dabei müssen die Retter mit großer Vorsicht vorgehen.

„Angrenzende Wohnhäuser“ sind laut Polizei aus Sicherheitsgründen geräumt worden. Das gesamte Einsatzgebiet sei weiträumig abgesperrt.

+++ Update, 21.10 Uhr+++:

Die Feuerwehr hat zu zwei Personen, die in den Haustrümmern verschüttet und eingeklemmt sind, Kontakt. Hemers Feuerwehrsprecher Andreas Schulte geht von einer schwierigen Rettung aus; schweres Gerät sei dazu angefordert. U. a. ist soeben das Technische Hilfswerk (THW) Altena mit einer Einheit nach Hemer aufgebrochen.

Ein Statiker prüfe zudem umliegende Gebäude auf mögliche Beschädigungen durch die Explosion. Eventuell müssten dann Häuser geräumt werden (s. Videobeitrag unten).

+++ Erstbericht, 19.45 Uhr+++:

Der Märkische Kreis warnt: Die Hauptstraße (L 682) ist zwischen Hemer-Westig und Hemer-Innenstadt derzeit voll gesperrt; auch umliegende Straßen sind wegen des Großeinsatzes nicht passierbar. Verkehrsteilnehmer sollen den Bereich unbedingt meiden und großräumig umfahren; in jedem Fall soll nachrückenden Rettungskräften auf den Straßen Platz gemacht werden.

Die Explosion hat sich gegen 19 Uhr ereignet; der Knall der Detonation war im gesamten Innenstadtbereich von Hemer zu hören und die Druckwelle teils zu spüren. Das Gebäude befindet sich in der Nähe einer Tankstelle an der Hauptstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen ist wohl ein Gastank explodiert.

Aktuell landet ein Rettungshubschrauber. Es gibt offenbar mehrere schwer verletzte Personen; es sollen ersten Informationen zufolge auch noch Personen vermisst werden.

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Fotos: Björn Braun

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