Hagen/Lüdenscheid. Entscheidender Schritt für die geplante Sprengung der Talbrücke Rahmede: Die Autobahn Westfalen hat am heutigen Donnerstag (9.6.) die EU-weite Ausschreibung des Sprengabbruchs veröffentlicht. Bis Ende Juli können Unternehmen ein Angebot abgeben. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote kann die Vergabe des Auftrags dann im August erfolgen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing: „Ziel ist es, die Talbrücke Rahmede schnellstmöglich durch einen Neubau zu ersetzen und die bestehende Lücke im Netz der Bundesautobahnen wieder zügig zu schließen. Mit der Ausschreibung ist nun ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg erfolgt. Es geht voran.“


Unternehmen, die sich um diesen Auftrag bewerben wollen, müssen ausreichend Erfahrung mit dem Sprengabbruch von großen Brücken haben. Zusätzlich zu dieser Qualifikation muss zudem nachgewiesen werden, dass eine Firma auch bereits in der Nähe zu Wohnbebauung gesprengt hat. „Die Lage der Brücke in einem fast alpinen Gelände und die Nähe zu Gewerbe und Wohnhäusern sind eine Herausforderung“, so der Leiter der Außenstelle Hagen der Autobahn Westfalen, Dirk Stiepert.

Altenaer Straße sechs Wochen gesperrt

Die tatsächliche Sprengung der Brücke ist ein Teil der Aufgabe, die ein Auftragnehmer erfüllen muss. Wichtigste Vorarbeit ist die Herstellung eines so genannten Fallbettes. „Die Brücke soll nicht nur senkrecht nach unten sondern auch weich fallen“, sagt Stiepert. Für den Bau des Fallbettes sind umfangreiche Erdarbeiten sowie Hangsicherungen notwendig. Zudem müssen Sicherungsmaßnahmen an den direkt umliegenden Gebäuden vorgenommen werden. Auch dort verlaufende Wasser-, Gas- oder Stromleitungen werden dabei berücksichtigt und im Vorfeld gesichert. Nicht zuletzt geht es darum, die Rahmede selbst zu schützen. Hier ist geplant, den Bach temporär durch ein Rohrpaket zu leiten.

Die Talbrücke Rahmede soll im Dezember zu Boden gebracht werden. Um die Sprengung vorzubereiten und die Brückenreste anschließend in ersten Teilen abzuräumen, muss die Altenaer Straße voraussichtlich sechs Wochen gesperrt werden. „Hier wird bereits jetzt gemeinsam mit den beteiligten Behörden ein Umleitungskonzept erarbeitet“, sagt Dirk Stiepert und versichert, dass die Freigabe der wichtigen Verbindungsstraße nach der Sprengung oberste Priorität hat.

Quelle: Pressemitteilung Autobahn GmbH
Foto: Björn Braun/Lokalstimme.de

Teile diesen Beitrag auf:

Anzeige: