Altena. Der heftige Platzregen, der am Freitagnachmittag (20. Mai) über Altena hinweggezogen ist, hat teilweise Straßen geflutet. Die Feuerwehr war mit mehreren Einheiten im Einsatz. Insgesamt fällt die Unwetterbilanz für Altena aber harmlos aus.

+++ Update +++:
Entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, eingedrückte Fensterscheiben: Die Unwetterfront, die am Freitag (20. Mai) über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen ist, hat stellenweise immense Schäden im Land angerichtet; es sind auch Verletzte zu beklagen. Für Altena fällt die Bilanz der Unwetter von Donnerstag und Freitag hingegen vergleichsweise harmlos aus: Drei umgewehte Bäume, von denen einer ein Fabrikdach beschädigt hat, und überflutete Straße – damit ist die Burgstadt glimpflich davongekommen.


Zwar schwollen die Bäche und Siepen, die über ihre Zuflüsse in die Lenne münden, kurzzeitig nach dem Starkregen an, aber sie traten nicht über die Ufer. Auch die Lenne selbst und die Rahmede verzeichneten gegen 17 Uhr am Freitag kurzzeitig sprunghaft angestiegene Pegel. Da die Pegel wegen der vorausgegangenen Trockenphase auf niedrigen Niveau waren, erreichten die Wasserstände auch nach dem kurzen Starkregen gerade einmal den mittleren (also durchschnittlichen) Niedrigwasserstand.

Wo der Netter Bach in Höhe Markaner in die Lenne mündet, ließ sich gut beobachten, wie das hellbraune Wasser aus der Nette ins tiefgrüne Wasser der Lenne floss.

Am Freitagabend heulten dann zwar die Sirenen für den Löschzug III (Rahmedetal, Drescheid, Rosmart) der Freiwilligen Feuerwehr, es gab weder einen Lösch- noch einen Hochwassereinsatz: Am Breitenhagen hatte in einem Mehrfamilienhaus ein Heimrauchmelder ausgelöst; die Feuerwehr brauchte aber nicht einzugreifen.

+++ Erstbericht +++:

Waren es am Vortag die Sturmböen, die mindestens drei Bäume im Stadtgebiet umgeweht haben, so ist es am Freitag die Warnung vor Starkregen und möglichen Überflutungen, die sich für die Burgstadt bewahrheiten sollte. Feuerwache und Freiwillige Feuerwehr sind mittlerweile im Einsatz:

  • An der Linscheidstraße stand vor den Stadtwerken die Fahrbahn unter Wasser; die Feuerwehr öffnete an drei Stellen die Gullys und entfernte die Fangkörbe, damit das Wasser durch die Einläufe abfloss.
  • Ebenfalls auf der Rahmedestraße, in Höhe der Bushaltestelle beim Drahtwerk Claas-Klincke, stand die Fahrbahn unter Wasser; der Wasserstand reichte teils bereits an die Häuser heran. Auch hier öffnete die Feuerwehr mehrere Straßeneinläufe, damit das Wasser abfließen konnte.
  • Aktuell ist die Feuerwehr zum Grenningloher Weg in der Brachtenbecke ausgerückt. Anwohner haben sich gemeldet und nach Sandsäcken gefragt, heißt es aus der Feuerwehrleitstelle: Es drohen dort wohl Keller geflutet zu werden, weil Wasser durch Lichtschächte ins Untergeschoss fließen könnte. Der Grenningloher Weg war bei der Flutkatastrophe im vergangenen Juli besonders betroffen. (CMz)

    Fotos: Björn Braun, Carsten Menzel

Teile diesen Beitrag auf:

Anzeige: