Altena. Das zweitägige Sommerfest der Schützen der Altenaer Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft Mitte Juni soll „das größte Fest, das außerhalb eines Schützenfestes gefeiert wird“, werden. Das kündigte Hauptmann Klaus Hesse jetzt beim Treffen des Gesamtvorstandes an.

Am 17. und 18. Juni (Freitag, Samstag) soll das Sommerfest am Langen Kamp steigen. Die Organisation war offenbar schwieriger, als erwartet, wie Hauptmann Hesse beschrieb. Die Corona-Pandemie habe ihren Spuren hinterlassen: Bei Musikgruppen und Kapellen, die kaum noch spielfähig sind. Und bei Gast- und Zeltwirten, die kaum noch Thekenpersonal haben oder finden. In den langen Monaten des Corona-Stillstands haben sich viele anders orientiert und Personal und Musiker müssten jetzt erst wieder mühsam zusammengefunden werden.


Deshalb galt Hesses Dank Adjutant Jörg Nielsen, bei dem die Hauptorganisation des Sommerfestes lag, und Kompanieführer Alexander Grass – im anderen Ehrenamt Chef der Freiwilligen Feuerwehr -, der das Sicherheitskonzept für das Fest aufgestellt habe.

Das Sommerfest wollen die Schützen auch nutzen, um die durch das zwei Mal verschobene Schützenfest ausgefallenen Jubilarehrungen in einem angemessenen Rahmen nachzuholen. Hesse forderte die Zug- und Kompanieführer daher noch einmal eindringlich auf, alle Jubilare rechtzeitig zu melden.

Passend zur Sommersause der Schützen wird Zeltwirt Kühling am Langen Kamp ein Zelt aufbauen. Das Zelt wird 20 x 40 Meter groß sein mit einer Schirmbar, die von einem Kranwagen aufgestellt wird und unter deren Schirm 100 Leute passen. „Das wird der Blickfang dieses Fest, was Altena noch nie gesehen hat“, versprach Hauptmann Hesse. Der Langer Kamp wird während des Festes eingezäunt, dafür bleibt das Zelt seitlich geöffnet, um für ausreichend Lüftung und Luftzirkulation zu sorgen. Der Eintritt für Mitglieder der FWG ist frei; Nichtschützen (Männer) zahlen jeweils zehn Euro pro Veranstaltungstag. Einen Dresscode gibt es nicht – allein ihre grüne Mütze sollen die Schützen tragen.

Zusätzlich zu den Jubilarehrungen gibt es noch einen wichtigen Programmteil: Am Fest-Freitag werde die Frage aller Fragen gestellt, kündigte Klaus Hesse an – nämlich „ob wir 2023, sofern die Pandemie es zulässt, wieder Schützenfest feiern“.

Für das Sommerfest hoffen die Schützen auf eine Förderung durch Mittel vom Land Nordrhein-Westfalen; die Zusage stehe aber noch aus.

Weitere Einzelheiten zum Sommerfest und zur Musik sollen folgen.

Als weitere Veranstaltungen in den Kompanien sind in diesem Jahr geplant:

  • 16. Mai: Kompanie Mühlendorf, Grünbinden bei den Stadtwerken, im August großes Familienfest, Ende November Kompaniefest;
  • 5. Juni: Kompanie Nette, Pfingstsause in und um den Lennestein, Kartenvorverkauf (7 Euro) hat bereits begonnen;
  • 11. Juni: Kompanie Freiheit, Kompaniefest Burg Holtzbrinck, 17 Uhr Beginn, 20 Uhr Liveband;
  • 11. Juni: Kompanie Rahmede bei Hesse Grünbinden und Binden zwei Kronen, 15 Uhr.

Hauptmann Hesse wies zudem auf ein neues Buch über die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft und die Altenaer Schützen hin: „Ich war dabei“ heißt das Buch, das Hesses Vorgänger als Hauptmann, Klaus Knipping, und Jürgen Henke (König von 2003) verfasst haben. Hesse: „236 Seiten mit Anekdoten, vielen Bildern und Geschichten.“ Das Buch soll demnächst zu erwerben sein.

Eine traurige Nachricht hatte Hauptmann Hesse allerdings bei aller Vorfreude auf das Sommerfest zu verkünden: August Schneider, Schausteller-Urgestein und bundesweit bekannt, ist im Alter von 91 Jahren gestorben; Schneider bestückte seit Jahrzehnten auch die Kirmes des Altenaer Schützenfestes.

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