Altena. Die Burgstadt bekommt ein zweites Corona-Testzentrum.

Das zusätzliche Testzentrum soll seinen Platz auf dem Parkplatz des Aldi-Markts an der Bahnhofstraße bekommen; dazu soll dort ein Container aufgebaut werden. Das teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage von LOKALSTIMME.DE mit.


Betreiberin des Testzentrums ist die Iserlohnerin Tatjana Mains, die als Alleinunternehmerin (mein-test.nrw) bereits seit Dezember auch ein Testzentrum – ebenfalls in einem Container auf einem Parkplatz eines Aldi-Markts – in Kierspe eröffnet hat. Das Corona-Testzentrum soll so schnell wie möglich, spätestens in zwei Wochen, in Altena an den Start gehen. Die genauen Öffnungszeiten stehen noch nicht fest, geplant ist von 8 bis 18 Uhr werktags; es soll aber auch Öffnungszeiten am Wochenende geben. Es sollen auch PCR-Tests möglich sein.

Bislang betreibt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) seit März 2021 ein Testzentrum für Altena in der Burg Holtzbrinck – seit geraumer Zeit mit eingeschränkten Öffnungszeiten: Derzeit sind wochentags Termine zwischen 17 und 20 Uhr möglich, samstags von 9 bis 13 Uhr. Ab 1. Februar ändern sich die Öffnungszeiten laut Internetseite in der Woche auf 16 bis 19 Uhr.

„Wir haben eine Bedarfsanalyse durchgeführt“, erklärt DRK-Vorstand Pascal Hülle die Öffnungszeiten; zu diesen Zeiten sei der Bedarf am größten. Hülle: „Gerade Berufstätige testen sich nach ihrer Arbeit, um für den nächsten Tag als getestet zu gelten. Wir prüfen jedoch täglich unsere Auslastungen. Zeigt es sich, dass bereits zwei Tage im Vorfeld alle Termine ausgebucht sind, erweitern wir flexibel unser Angebot mit mehr Zeit nach hinten raus und entsprechend höherem Personaleinsatz.“

„Wir haben mehrere Anfragen von Anbietern bekommen, von denen sich alle auf Standorte in der Innenstadt oder am Langen Kamp bezogen. Das ist uns zu nah am jetzigen Testzentrum gewesen. Das Testzentrum  an der Bahnhofstraße aber entzerrt die Situation“, sagt Bürgermeister Uwe Kober über das zusätzliche Angebot.

„DRK ist Partner bei der Bewältigung der Pandemie“

DRK-Vorstand Pascal Hülle kommentiert das zweite Testzentrum in der Burgstadt so: „Das DRK betreibt seine Testzentren nicht ausschließlich als wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, wie es etwa andere private Anbieter tun. Wir sehen uns als Partner in der Pandemie zur Bewältigung. Wir sind damals von der Stadt Altena angesprochen worden, um den Mangel an Testzentren in Altena zu beheben. Das in der aktuellen Situation natürlich auch private Anbieter auf dem Markt kommen, ist uns bewusst.“ Durch die neue Omikron-Welle verzeichne das DRK wir eine hohe Anzahl an Kunden, die sich trotz 3-fach-Impfung testen ließen, was sehr zu begrüßen sei.

Nach aktuellen Zahlen sei das DRK-Testzentrum gut ausgelastet; sollten die Zahlen sich ändern, so würden „die Öffnungszeiten gegebenenfalls weiter optimiert“. Einen möglichen Wettbewerb im Markt kommentiert Hülle so: „Aufgrund unserer Gemeinnützigkeit dürfen wir keine Verluste mit dem Betrieb erwirtschaften, den wir aus Spendengeldern finanzieren müssten. Da dies aber aktuell nicht der Fall ist, gehen wir davon aus, dass wir mit dem neuen Testzentrum gut koexistieren können.“

Kosten entstehen der Stadt durch die zweite Teststation nicht; ihre Investition in die Containerstation muss die Betreiberin über die Abrechnung der erfolgten Test wieder erwirtschaften. (CMz/BB)

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