Altena. Ein Verkehrsunfall in der oberen Nette bescherte der Feuerwehr in Altena am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags (25. Dezember) einen Einsatz — bei dem sich ein verletzter Autofahrer gegen die Retter wehrt.

+++ UPDATE 9.30 UHR: +++

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Die Sperrung der Westiger Straße ist aufgehoben worden. Laut Aussage der Polizei war der 40-jährige Fahrer aus Werdohl alkoholisiert.

+++ ERSTMELDUNG +++

Keine stille und keine ruhige Nacht für die Feuerwehr: Um kurz nach 5 Uhr heulten in der Innenstadt die Sirenen. Die Freiwillige Feuerwehr wurde zur Unterstützung von Rettungsdienst und Feuerwache alarmiert. Auf der Westiger Straße hatte es einen heftigen Unfall gegeben; zunächst lautete die Meldung, dass womöglich auch Personen in einem Auto eingeklemmt seien.

Nach ersten Erkenntnissen ist ein Fahrer eines Audi A3, der die Nette hinauffuhr, in einer Rechtskurve nach links von seiner Fahrspur abgekommen und hat am Fahrbahnrand insgesamt drei geparkte Autos gerammt, bevor er zurück nach rechts schleuderte und dort an der Bordsteinkante stoppte. Durch den heftigen Aufprall ist auch eine größere Glasscheibe an einem Gebäude am Straßenrand zu Bruch gegangen. Anwohner berichteten von einem lauten Knall, der sie aus dem Schlaf gerissen habe.

Von der Polizei fixiert und dann ins Krankenhaus

Die beiden Insassen des Unfallwagens aus Werdohl, ein 40-Jähriger und eine 23-Jährige,  sind verletzt worden und mussten vor Ort von Rettungsdienst und Notarzt behandelt werden. Dabei wurde der Audi-Fahrer im Verlauf immer aggressiver gegenüber den Rettern, begann sich gegen die Untersuchung zu wehren und bedrohte die Helfer — mehrere Feuerwehrleute und Polizisten rangen den Mann schließlich nieder. „Die Polizei hat ihn fixieren müssen”, berichtet Feuerwehrsprecher Patrick Slatosch. Fixiert und in Begleitung der Polizei ging es dann für den Fahrer ins Krankenhaus.

Während des Einsatzes und der Unfallaufnahme durch die Polizei war die Westiger Straße in Höhe des Abzweigs zum Kohlhagener Weg voll gesperrt. Die Unfallursache blieb zunächst noch unklar.

Im Einsatz waren zwei Rettungswagen (Altena, Werdohl), ein Notarzt (Altena), die Feuerwache und der Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr mit den Einheiten Freiheit/Nette, Mühlendorf und Knerling.

Besonders ärgerlich: Die drei am Straßenrand geparkten und bei dem Unfall erheblich beschädigten Autos gehören alle zu einer Familie — eines der Autos sei gerade fünf Monate alt gewesen. Der Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei bei 39.000 Euro.  (CMz/BB)

Fotos: Björn Braun

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