Märkischer Kreis. (pmk). Anlässlich des 101. Deutschen Wandertags in Iserlohn wurde am 7. Juli 2001 der beliebte Drahthandelsweg zwischen Altena und Iserlohn eröffnet. Zehn Jahre später wurde die Verbindung von Altena nach Lüdenscheid für die Wanderer freigegeben.

Der Drahthandelsweg, der die historischen Drahthandelsstädte Iserlohn, Altena und Lüdenscheid miteinander verbindet, ist heute ein beliebter Themenwanderweg. Vor 20 Jahren wurde der erste Teilabschnitt von Altena nach Iserlohn im Rahmen des 101. Deutschen Wandertags in Iserlohn feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Der damalige Landrat Aloys Steppuhn und Altenas ehemaliger Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein ließen es sich nicht nehmen, die 15 Kilometer-Etappe von Altena nach Iserlohn mit einigen Weggefährten zu erwandern. Zehn Jahre später zerteilten unter anderem Ex-Landrat Thomas Gemke und die ehemaligen Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein (Altena) und Dieter Dzewas (Lüdenscheid) ein Drahtband mit der Kneifzange und eröffneten so den zweiten Teilabschnitt in Altena. In voller Länge führt der Drahthandelsweg rund 31 Kilometer an 23 Erklär-Stationen entlang durch das waldreiche märkische Sauerland.

Lüdenscheid, Altena und Iserlohn zählten im Mittelalter zu den Handelspartnern der Hanse. Auf dem Drahthandelsweg brachten die Reidemeister – also die Drahthersteller und metallverarbeitenden Kleinindustriellen – ihre Drahtrollen per Pferdekarren zur Weiterverarbeitung nach Iserlohn, wo sie zu Nadeln, Ösen, Angelhaken und Ketten verarbeitet wurden. Auf der Fortführung des Drahthandelsweges nahmen die Produkte dann ihren Weg zu den großen Handelsplätzen Dortmund, Soest und Unna.

Eine sehr mühselige Reise für die Zöger (Drahtzieher): Die bis zu 30 kg schweren Drahtringe mussten durch Täler und über Höhenzüge transportiert werden. Heute dagegen ist die Wanderung pure Erholung: Abschalten, Wege und Wälder mit allen Sinnen genießen! Auf dem Weg gibt es einige touristische Sehenswürdigkeiten: unter anderem die Phänomenta, das Geschichtsmuseum Lüdenscheid, die Fuelbecker Talsperre, die Burg Altena und das Deutsche Drahtmuseum, der Danzturm und das Stadtmuseum Iserlohn. Es besteht die Möglichkeit, in Etappen (Lüdenscheid- Altena oder Altena-Iserlohn) oder auch die Gesamtstrecke von Lüdenscheid nach Iserlohn zu wandern. Weitere Informationen unter www.drahthandelsweg.de.


Vor 20 Jahren wurde der Drahthandelsweg zwischen Altena und Iserlohn eröffnet. Der damalige Landrat Aloys Steppuhn und Altenas damaliger Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein erkundeten den Themenwanderweg mit Weggefährten. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

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