Altena/Nachrodt-Wiblingwerde. Die drei evangelischen Kirchengemeinden in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde streben eine Vereinigung an und wollen sich zu einer Gemeinde zusammenschließen. Diesen Vereinigungsplan stellten am Mittwoch (26. Mai) Vertreter aller drei Gemeinden in Nachrodt vor.

Der Plan sieht vor, die Vereinigung bis Pfingsten 2023, also in zwei Jahren, abzuschließen. Bis dahin soll auch ein Name für die neue Kirchengemeinde gefunden werden. Dazu ist ein Wettbewerb unter den Gemeindemitgliedern geplant.

Das Vorhaben stellten Pastorin Anke Leuning (pastoraler Dienst im Übergang), Pastor Wolfgang Kube (Nachrodt-Obstfeld), Pastor Dr. Sadrack Djiokou (Altena und Wiblingwerde) und die Presbyter Rainer Nowak (Wiblingwerde) und Carsten Menzel (Altena) vor.

Die gemeinsame Erklärung der drei Kirchengemeinden im Wortlaut:

„Seit mehr als einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie nahezu alle Lebensbereiche; dies betrifft leider auch an vielen Stellen unsere Kirchengemeinden und die Gemeindearbeit. Immerhin: Die Leitungsgremien (Presbyterien) der drei Evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde haben weitergearbeitet, über viele Monate in Videokonferenzen. Diese Arbeitsform gilt auch für die gemeinsame Steuerungsgruppe (Regionalexpress), die die engere Zusammenarbeit der drei Kirchengemeinden auslotet, und deren Arbeit im Herbst 2019 begonnen hat.

Bei diesen Gesprächen wurde mehr und mehr deutlich, dass eine Vereinigung der drei Kirchengemeinden vieles erleichtern würde, als lediglich eine lose Kooperation. ‚Wir sind bewegt von der Idee der Vereinigung, weil wir festgestellt haben, dass wir zusammen mehr erreichen können als jede Kirchengemeinde für sich alleine’, so die gemeinsame Überzeugung.

Daraus ist eine in diesen aktuell schwierigen Zeiten gute Nachricht geworden, wie alle drei Gemeinden finden: ‚Gemeinsam sind wir stärker.’

Die Presbyterien der drei evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde haben daher beschlossen, sich auf den Weg zu machen und die drei Gemeinden perspektivisch zu einer Kirchengemeinde zu vereinigen. Der Grundsatzbeschluss dazu ist, in unabhängigen Sitzungen, in allen drei Presbyterien gefasst worden.

Die Presbyterien sehen in der Vereinigung eine große Chance, gemeinsam mit gebündelten Kräften eine moderne Kirche und lebendige Gemeinde zu sein und zu bleiben. Mit einer Seelsorge, die sich um die Menschen kümmert, die nahe bei den Menschen ist. Mit ansprechenden Gottesdiensten. Mit einer vielfältigen Gruppenarbeit und interessanten wie hilfreichen Angeboten. Für jede Altersklasse: vom Kindergottesdienst bis zum Seniorenkreis. Und mit einer Strahlkraft in die Gesellschaft hinein.

Die Presbyterien beschreiten diesen Weg mit großer Zuversicht und Mut – auch wenn längst noch nicht alle Fragen geklärt sind. Daran arbeiten wir und verstehen diese Arbeit als verantwortungsvolles Handeln nach innen und außen mit größtmöglicher Offenheit und Transparenz. Sobald Corona es wieder zulässt, werden Gemeindeversammlungen stattfinden, um miteinander ins Gespräch zu kommen, denn die Kirchengemeinden erhoffen sich auch und gerade von ihren Gemeindemitgliedern Vorschläge und Ideen, aber auch Hinweise auf mögliche Bedenken und Sorgen.

Am Ende dieses herausfordernden Weges soll ein großes Fest stehen: Pfingsten 2023, also in zwei Jahren, soll die erfolgreiche Vereinigung der Evangelischen Kirchengemeinden Altena, Nachrodt-Obstfeld und Wiblingwerde gemeinsam gefeiert werden können.”

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