Altena/Hagen. Die Altenaer Metall-Künstlerin und Schmuck-Designerin Gabriele Nimmermann ist tot. Sie starb im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit.

Die in Prag geborene Metallkünstlerin absolvierte ihre internationale Ausbildung in Barcelona, Madrid, München und Köln; sie lebte in und arbeitete von Altena.

Atelierroute 2019: Gabriele Nimmermann beteiligte sich an der Kunstaktion in der Altenaer Innenstadt mit Schmuck aus reinem Sterling-Silber. Foto (Archiv): Carsten Menzel
Atelierroute 2019: Gabriele Nimmermann beteiligte sich an der Kunstaktion in der Altenaer Innenstadt mit Schmuck aus reinem Sterling-Silber. Foto (Archiv): Carsten Menzel

Im Dezember 2019 hatte Gabriele Nimmermann ihre letzte Ausstellung in der Burgstadt: Sie nahm an der Atelierroute zum Weihnachtsmarkt teil und zeigte dabei ihre Silberschmuck-Kreationen: alles Unikate; auch auf Wunsch gab es bei ihr kein zweites Exemplar der Schmuckstücke, die sie aus reinem Sterling-Silber fertigte.

2012 gelangte eine Gemeinschaftsausstellung in der damaligen Altenaer Stadtgalerie im Haus Köster-Emden mit Werken von Gabriele Nimmermann in den Fokus — auch abseits der Kunst: Einbrecher hatten den Wert der Exponate erkannt und mehrere Stücke des Silberschmucks gestohlen; die Polizei konnte später zunächst die Täter und dann auch den größten Teil der Beute dingfest machen.

Gabriele Nimmermann war auch Mitglied des Hagenrings, einer renommierten Gilde bildender Künstler mit Vereinssitz in Hagen. Hagenring-Vorsitzender Karl-Josef Steden würdigt für den Verein das Werk und Wirken von Gabriele Nimmermann in einem Nachruf:

„Nach einer langjährigen Tätigkeit in der Kostümmalerei und Theaterplastik am Düsseldorfer Schauspielhaus wurde Gabriele Nimmermann Mitglied im Hagenring. In zahlreichen Ausstellungen, wie zuletzt in einer Einzelausstellung vom 11. August bis 8. September 2019 und in der aktuellen Gruppenausstellung ‚Fantastische Welten’ in der Hagenring-Galerie, präsentierte Gabriele Nimmermann ihre Plastiken in vielen Galerien in Europa: von Schweden, Italien bis Portugal und sogar nach Costa Rica.

‚Die Skulpturen entstehen im Dialog mit dem Material. Durch das Bearbeiten wird eine neue Bedeutung vermittelt’, so Ihre Aussage zur letzten Ausstellung. Die Hagenring-Mitglieder trauern um eine engagierte Künstlerin, die sich stets aktiv an den Veranstaltungen des Künstlerbundes beteiligt hatte.” (CMz)

Gabriele Nimmermann bei der Eröffnung der letzten Ausstellung in der HAGENRING-Galerie. Foto: Wolfram Schroll

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