Altena. Das Wahljahr 2021 mit der Bundestagswahl im Herbst hat bei der SPD Altena bereits seine Schatten voraus geworfen: Die Sozialdemokraten haben ihre Delegierten gewählt, die sie zur Kür des oder der künftigen Bundestagskandidaten oder ‑kandidatin auf Kreisebene schicken.

Dabei stand sowohl die Zusammenkunft wie die anschließende Wahl ganz unter dem Zeichen der aktuellen Corona-Schutzvorgaben: Das Treffen fand virtuell als Videokonferenz statt; die Wahlen in der Schützenhalle Dahle mit Abstandsregel und Hygienevorgaben. „Das wir uns nicht persönlich treffen können, macht uns alle tief betroffen”, hatten Ortvereinsvorsitzender Thorsten Janson und Geschäftsführer Niclas Kozuchowski bereits in der Einladung betont. Aber eben auch festgestellt, dass der SPD als Partei Vorbildcharakter habe und „ein gutes Beispiel” sein müsse.

Bei der Videokonferenz gab es auch einen Einblick in die Finanzen des Ortsvereins, der das Jahr 2020 mit den Kommunalwahlen abgeschlossen hat, ohne das Sparkonto angreifen zu müssen. Alle Ausgaben sind demnach aus der Barkasse und vom Barkonto bezahlt worden.

Dem Vorstand des Altenaer Ortsvereins erteilten die Teilnehmer der Videokonferenz Entlastung.

Bei den anschließend mit kurzer zeitlicher Verzögerung stattfindenden Wahlen in der Schützenhalle Dahle, um mit ausreichend Platz genügend Raum für Abstand zu haben, ergaben sich folgende Ergebnisse: Auf der Wahlkreisdelegiertenkonferenz zur Aufstellung des/der Bundestagskandidaten/in im Wahlkreis 150 (Märkischer Kreis II) vertreten Lisa Chiarelli, Thorsten Janson, Nina Hoffmann und Niclas Kozuchowski die Altenaer SPD. Zum Wahlkreis 150/Märkischer Kreis II gehören die Kommunen Altena, Iserlohn, Nachr.-Wiblingwerde, Balve, Hemer, Menden, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl. Seit 1998 hat den Wahlkreis ohne Unterbrechung Dagmar Freitag direkt für die SPD gewonnen. Freitag hat aber bereits angekündigt, nicht wieder antreten zu wollen; die SPD muss also eine neue Kandidatin/einen neuen Kandidaten aufstellen.

In die SPD-Unterbezirksdelegiertenkonferenz zur Bundestagswahl 2021, die über die Plätze auf der Reserveliste der Landespartei mit entscheidet, schicken die Altenaer Genossinnen und Genossen Lisa Chiarelli, Niclas Kozuchowski, Ulla Odebralski und Thorsten Janson. Die Absicherung eines Kandidaten auf der Landesliste ist wichtig für den Fall, dass der Wahlkreis nicht direkt gewonnen wird. Dann ist ein Einzug in den Bundestag in Berlin nur noch über die Landesliste möglich, denn die Wähler/innen haben bei der Bundestagswahl zwei Stimmen: Mit der Erststimme entscheiden sie über den Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis und mit der Zweitstimme, wie weit die Plätze auf den Landeslisten der Parteien ziehen.

Fotos: Björn Braun

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