Altena/Märkischer Kreis. Farbwechsel beim „Glanzlicht”: Die Burg Altena leuchtet seit Donnerstagabend (10. Dezember) in Regenbogenfarben. Auffallend bunt. Und das bewusst: Es steckt eine Aussage dahinter.

Erst Magenta-Blau, dann Rot-Grün. Und jetzt, beim zweiten Farbwechsel des „Glanzlichts 2020”, also das ganze Farbspektrum auf den Burgmauern. Die Farben des Regenbogens. Als Flagge stehen sie als Zeichen für Frieden, Toleranz und Respekt; die Regenbogenfahne ist daher Zeichen für die Friedensbewegung, aber auch für die Bewegung der Schwulen und Lesben im Kampf um Gleichberechtigung. Längst wird die Regenbogenfahne aber auch als Symbol für mehr Toleranz und Respekt im Miteinander und Zusammenleben allgemein genutzt. Daran schließt der Märkische Kreis mit der Farbwahl der Burg-Beleuchtung an.

Felix Krömer (Livesound Music GmbH) und Detlef Krüger (Fachdienst Kultur des Märkischen Kreis)

„Wir wollen damit ein Zeichen setzen”, erklärte Detlef Krüger vom Fachdienst Kultur des Märkischen Kreis gegenüber LOKALSTIMME.DE. Anlass: Einerseits die rassistischen Äußerungen des Vierten Offiziellen beim Champions-League-Spiel Paris St. Germain gegen Istanbul Basaksehir am Dienstagabend, die schließlich zum Abbruch der Begegnung führten. Der Rumäne im Schiedsrichter-Gespann soll einen farbigen Spieler beleidigt haben. Aber auch ganz allgemein geht es dem Märkischen Kreis um das Werben für mehr Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, die sich in Einsätzen immer häufiger Beschimpfungen und sogar Bedrohungen ausgesetzt sehen.

Die Idee für die Farben des Respekts auf den Burgmauern hoch über dem Tal entstand laut Kreisverwaltung am Mittwochabend. Das Unternehmen Livesound Music aus Lüdenscheid, das in diesem Jahr den Zuschlag für das „Glanzlicht” bekommen hatte, setzte die Idee spontan um und programmierte die Technik der LED-Beleuchtung entsprechend neu.

Die Regenbogenfarben bleiben eine Woche; dann steht turnusmäßig der nächste Farbwechsel an. Die Aktion „Glanzlicht” geht noch bis zum 1. Januar 2021. (BB/CMz)

Fotos: Björn Braun

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