Altena. Es ist die Art von Nachricht, die keiner gebrauchen kann. Die nicht alles, aber aktuell doch einiges schwieriger macht in der Burgstadt: Weil ein Mitglied des Corona-Krisenstabs der Stadt Altena selbst positiv auf das Virus getestet worden ist, steht der gesamte Krisenstab vorerst unter Quarantäne. Arbeiten geht damit nur noch von zu Hause aus.

Bürgermeister Uwe Kober (CDU) hat am Donnerstagvormittag (19. November) über den Corona-Fall und die Folgen für die Stadtverwaltung informiert. Per Telefon. Denn: Kober gehört als Bürgermeister selbst zu dem Gremium, das noch am Montagvormittag im Rathaus getagt hat, und damit gehört auch er jetzt zu den von der häuslichen Quarantäne Betroffenen. Für Uwe Kober, der das Amt des Bürgermeisters erst am 1. November übernommen hat, ist das besonders ärgerlich: Gleich zu Beginn der Amtszeit, nach den ersten Schritten, ist er ausgebremst. Und das ist nur eine der Folgen.

Denn mit Bürgermeister Uwe Kober ist auch die gesamte Verwaltungsspitze in Quarantäne: Dazu gehören Kobers Stellvertreter im Rathaus, Kämmerer Stefan Kemper, und die Abteilungsleiter/innen Tanja Jäker (Zentrale Dienste), Ulrike Anweiler (Öffentl. Sicherheit und Ordnung), Agnes Goniwiecha (Soziales, Jugend, Familie) und Roland Balkenhol (Planen und Bauen) sowie eine weitere Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die am Montag unmittelbar Kontakt zu den Krisenstabsmitgliedern hatte. Hinzu kommen außerhalb des Rathauses die Krisenstabsmitglieder Stadtbrandinspektor Alexander Grass als Leiter der Feuerwehr, Hendrik Voss als Chef der Stadtwerke und Robert Groppe, Leiter des städtischen Bauhofs. Macht zusammen insgesamt zehn Personen.

Schnelltest fällt negativ aus

Feuerwehrchef Alexander Grass hat sich bereits einem Corona-Schnelltest unterzogen — der negativ ausgefallen ist. Er bleibt dennoch vorsorglich in Quarantäne und arbeitet lediglich von seinem Büro aus, fährt nicht zu Einsätzen raus.

Kober gab sich zuversichtlich, dass die Arbeit im Rathaus und dabei vor allem die Überwachung der Einhaltung der Corona-Auflagen im Stadtgebiet weiter funktionieren. Kober: „Die Verwaltung ist voll arbeitsfähig, der Verwaltungsvorstand arbeitet von zu Hause aus”. Es finde jeden Tag eine Telefon- oder Videokonferenz statt, kündigte der Bürgermeister an. Müssen wichtige Unterlagen unterschrieben werden, würden die Papiere per Bote zur Verwaltungsspitze gebracht und wieder abgeholt — alles ohne unmittelbaren Kontakt.

Ratssitzung verschoben

Die Quarantäne für das Team der Corona-Manager in der Burgstadt war notwendig geworden, nachdem ein Mitglied des Krisenstabs positiv auf das Virus getestet worden ist: Es war ein Routinetest, nachdem es im Umfeld des Krisenstabmitglieds einen Corona-Fall gegeben hatte. Symptome zeige bislang weder der positiv Getestete noch ein anderes Krisenstabmitglied.

Das Testergebnis wurde am Mittwoch bekannt — daraufhin sind alle weiteren Krisenstabsmitglieder informiert worden und werden vom Gesundheitsamt des Märkischen Kreises betreut. Die Quarantäne sei eine reine Sicherheitsmaßnahme: Alle Mitglieder des Krisenstabs hätten sich bei der Zusammenkunft  an die Hygieneregeln gehalten und der Raum sei belüftet gewesen.

Die häusliche Quarantäne gilt bis zum 30. November, teilte Bürgermeister Uwe Kober mit. Die bislang für genau diesen Tag geplante zweite Ratssitzung der neuen Wahlzeit ist um einen Tag auf Dienstag, 1. Dezember, verschoben, damit die Verwaltungsspitze teilnehmen kann. (CMz/BB)

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