Altena-Rahmede. Nichts für schwache Nerven oder Erholung suchende Wanderer: Nach dem abgetrennten Kopf einer Kuh am Samstag (14. November) ist am Sonntag (15. November) ein weiteres Körperteil eines Rindes im Wald in der Rahmede aufgefunden worden.

Der Hinweis kam von einer LOKALSTIMME-Leserin: Nur rund 400 Meter Luftlinie von der der Stelle entfernt, an der am Samstagnachmittag ein Spaziergänger den abgetrennten Kopf einer Kuh gefunden hatte, lag am Rand eines Waldwegs ein Teil eines Rinderbeins. Der Fundort liegt, wie am Vortag, unmittelbar an einem Waldweg, der durch einen Laubwald zwischen Drescheider Berg und der Ortslage Waldemei unterhalb des Drescheids führt.

Bei dem Fund handelt es sich um den unteren Teil eines Rinderbeins. Wie auch der Kopf stammt das Körperteil von einem schwarz-weiß gefleckten Tier; beide aufgefundene Teile wiesen so gut wie keine Verwesungsspuren oder Tierbisse auf und dürften daher noch nicht lange an dem Waldweg abgelegt worden sein.

Das untere Beinteil mit Huf ist nach Informationen von LOKALSTIMME mit einem glatten Schnitt vom Rest des Beins (Rinderhesse oder Wade) abgetrennt worden und deutet auf den Einsatz eines scharfen Werkzeugs hin.

Der Weg, an dem beide Fundorte liegen, wird meist von Spaziergänger genutzt, kann aber auch von geländegängigen Autos befahren werden.

Auch das Rinderbein ist der Polizei übergeben worden. (BB/CMz)

+++ UPDATE 16.11.2020 10:45 Uhr +++

Die Polizei Märkischer Kreis gibt weitere Informationen zum Tatzeitraum bekannt:

Zwischen 12.11., 12 Uhr, und 14.11., 15.40 Uhr, legten unbekannte Täter einen abgetrennten Kuhkopf in einem Waldstück am Hügelweg oberhalb des Drescheider Bergs ab. Ein Zeuge fand ihn und informierte die Polizei. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Entsorgung.

Am 15.11., 16 Uhr, meldete sich erneut ein Zeuge und gab an, ein Kuhbein gefunden zu haben. Als Einsatzort ist hier das Waldstück im Bereich „Im Steinssiepen” angegeben, dass sich in unmittelbarer Nähe zum ersten Tatort befindet.

Die Polizei ermittelt nun u.a. wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Überreste illegal entsorgt wurden. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Altena entgegen.

Fotos: Björn Braun

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