Altena. Wenn es die Schützen der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) in den Wald zieht, dann eigentlich um Tannengrün und Birken zu holen und die Stadt für ihr Fest zu schmücken. Ganz anders am Samstag (10. Oktober): Den Vorstand zog es in den Wald — um Bäume zu pflanzen.

Das Vorhaben des Vorstands: Der Natur zu helfen. Und gleichzeitig die heimischen Waldbauern, die eben zu den Festen der FWG die Schützen zuverlässig mit Tannen- und Birkengrün versorgen, in einer schwierigen Lage zu unterstützen.

Für jedes Mitglied der Gesellschaft pflanzt der Vorstand daher einen Baum. Macht in der Summe 2.000 Setzlinge, die in die Erde gebracht wurden. Die Aktion fand an mehreren Stellen in Altena und in Nachrodt-Wiblingwerde statt: Der Vorstand der Kompanien Kelleramt und Rahmede haben bei Tacke in Nachrodt Edeltannen gepflanzt, die Kompanien Mühlendorf und Freiheit haben oberhalb des Hegenscheider Wegs in Altena Rotbuchen und die Kompanie Nette hat Eichen, Douglasien und Weißtannen am Nettenscheid gesetzt.

„Wir bekommen zu jedem Schützenfest von den Waldbauern die Birken zur Ausschmückung der Straßen Altenas sowie Tannen für die Ehrenpforten. Ehrensache, dass man da auch hilft, wenn der andere Mal Unterstützung benötigt”, erklärt die FWG die ganz praktische Hilfsaktion in Zeiten, in denen Trockenheit und Borkenkäferbefall derzeit den Wälder unübersehbar zusetzen und ganze Fichtenbestände absterben lassen.

Dabei wurde die Frledrich-Wllhelms-Gesellschaft nicht um Hilfe gebeten; der geschäftsführende Vorstand sei „aktiv auf die Waldbauern zugegangen und bot die Pflanzaktion an”.

„Wir können nur einen kleinen Beitrag leisten”, erklärte Hauptmann Klaus Hesse. Aber es sei zumindest ein Zeichen, dass die Schützengesellschaft ihre Freunde nicht alleine stehen lasse. „Wir wollten nicht nur darüber reden, sondern auch richtig etwas tun. Ziel muss es sein, unseren heimischen Wald durch Wiederaufforstung zu schützen. Und das Schützen Altenas und seiner Bürger ist nun einmal unsere traditionell wichtigste Aufgabe”, sagte Hesse.

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