Märkischer Kreis. (pmk). Die zweite Auflage des „Märkischen Heimatpreises“ richtet den Blick auf die heimische Natur und zeichnet drei Projekte aus. Kreisheimatbund und Märkische Kulturstiftung stifteten zwei Sonderpreise.

Preisgelder in einem Gesamtwert von 11.000 Euro wurden bei der Verleihung des Märkischen Heimatpreises in Lüdenscheid vergeben. Die Jury freute sich über zahlreiche Bewerbungen und setzte bei der zweiten Auflage des Preises den Schwerpunkt „Natur“. Landrat Thomas Gemke überreichte als Juryvorsitzender die Preise.

Den mit 5.000 Euro dotierten Ersten Platz erhielt das Naturschutzzentrum Märkischer Kreis für seine umweltpädagogischen Angebote. Das Ziel des Vereins sei es, Leute zu verbinden und ihnen Heimat und Natur näher zu bringen, so Geschäftsführer Hans Obergruber.

Dreitausend Euro konnte der Landrat nach Menden vergeben: „Der Verein Arche Noah hat barrierefreie Angebote der Erlebnispädagogik errichtet und damit bereichernde Lernorte in der Natur geschaffen“, sagte Gemke. Für den Vorsitzenden, Ulrich Hering, ist das Geld eine passende Stütze in Corona-Zeiten.

Der Bronzeplatz geht an die Ortsgruppe des SGV in Herscheid. Für ihre herausragende Jugend- und Nachwuchsarbeit erhielt der Verein das Preisgeld von 2.000 Euro. Durch ein großes Team und viel Einsatz konnten die Herscheider binnen eines Jahres einhundert neue Mitglieder gewinnen und ihren Altersschnitt deutlich senken. Das Projekt könne als Blaupause für andere Initiativen gelten: „Heimatarbeit muss sich auf die Zukunft einstellen und neue Wege gehen“, merkte Landrat Gemke an. Dazu sei der vom Land geförderte Preis ein wichtiger Schritt.

Die Jury bestand, neben dem Landrat, aus dem Leiter des Fachdienstes Kultur des Märkischen Kreises Detlef Krüger, den Kreistagsabgeordneten Gabriele Wallbaum-Strecker und Marion Derer, so wie den sachkundigen Bürgern Bernd Alban, Eva Thielen, Reinhard Broich und Janine Winzer. Insgesamt gingen 13 Bewerbungen ein. Neben den drei Gewinnern konnten zwei Sonderpreise vergeben werden. So freut sich der Bürgerbusverein Altena über 500 Euro, gestiftet von der Märkischen Kulturstiftung Burg Altena. Der Verein bietet einen Shuttle-Busservice hoch zur Burg an.

Der zweite Sonderpreis, gestiftet vom Märkischen Kreisheimatbund, ging ebenfalls nach Altena: der Heimatverein Evingsen wurde für die Errichtung eines Industriewanderpfads ausgezeichnet: „eine tolle Mischung aus Industriegeschichte und Wandern“, merkte Landrat Thomas Gemke an. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Friedrich-Wilhelm Klinke lud daraufhin die Gäste der Verleihung ein, den Weg selbst kennenzulernen.

Bereichert wurde das Programm durch Wortbeiträge von „Lokalpoet“ Marian Heuser der Anekdoten aus der Region vortrug: von nächtlichen Erlebnissen an Talsperren und den Eigenarten der Sauerländer. Das Duo „Chrisdana Twins“ umrahmten die Veranstaltung mit Eigeninterpretationen von verschiedenen Hits.

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