Der Wahlbezirk: Industriebrachen mit Entwicklungspotenzial

Der Wahlbezirk liegt dies- und jenseits des Klusenbergs und umfasst einen Teil der Nette mit ihrem Mix aus Industrie und Wohnhäusern sowie die Ortslagen Lennestein, Buchholz, Lissing und Winkelsen. Mitten drin im Wahlbezirk: das seit der Insolvenz des letzten Betreibers leer stehende ehemalige St.-Vinzenz-Krankenhaus, das langsam zu verfallen beginnt und einer Wunde im Gesicht der Stadt gleicht. Ein Krankenhaus hat die Burgstadt nicht mehr; Patienten – egal ob Notfall oder Wehwehchen – müssen bis nach Lüdenscheid-Hellersen oder nach Iserlohn. Die größten Umbauprojekte der kommenden Wahlzeit bis 2025 liegen im Wahlbezirk: die Industriebrachen am Schwarzenstein und an der Werdohler Straße. Pläne gibt es bereits viele dafür. Besonderheit bei dieser Wahl: Es gibt nur einen Wahlraum, die Sekundarschule; das zweite Stimmlokal, die Caritas an der Werdohler Straße, entfällt, weil es zu klein ist, um die Corona-Auflagen einzuhalten.  (CMz)

Die Kandidaten:

Wir haben die Kandidaten gefragt: Warum treten Sie bei der Kommunalwahl an? Was möchten Sie für ihren Wahlbezirk erreichen und was ist Ihr Anliegen für die Stadt Altena insgesamt? Hier die Antworten:

Thomas Roberg, CDU, geb. 1971, Techniker IT-Medien

Thomas Roberg. Foto: CDU Altena

Ich trete bei der Kommunalwahl an, weil ich Teil eines „Teams“ sein möchte, das Altena weiter voran bringt. Ich bin hoch motiviert und werde mich dafür einsetzen, dass die Stadt weiter an Attraktivität gewinnt. Gerade in den Bereichen Freizeitgestaltung, Tourismus und Stadtmarketing liegt noch sehr viel Potential. Ich möchte dass sich die Bürger/innen wohl in „ihrer“ Stadt fühlen.
Die Parkplatzsituation ist in meinem Wahlkreis ein großes Problem; auch fehlen Kinderspielplätze. Hier möchte ich Lösungen finden und umsetzen. Der Abriss und die Umgestaltung der Itani-Brache muss zügig umgesetzt werden, denn gerade in Verbindung mit der Lenne wird hier ein großartiges Naherholungsziel entstehen.
Mein Anliegen an die Stadt: den Bürgerservice verbessern. Bezahlbaren Wohnraum schaffen und fördern. Naherholungsziele gestalten.

Martin Müller, SPD, geb. 1955, Versicherungsfachmann

Martin Müller. Foto: SPD Altena

Meine Mitgliedschaft bei der SPD begann vor zehn Jahren. Seitdem bin ich als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Stadtentwicklung tätig. Das Ehrenamt übe ich mit Freude aus, will ich somit Teil an der Politik in Altena habe.
Mein Wahlkreis hat wichtige Baustellen. Die Entwicklung am Schwarzenstein sowie auch die Gestaltung der ehemaligen Firma Bierbach nach dem Abrisse des Gebäudes möchte ich mit der Fraktion mitgestalten. Gleichzeitig möchte ich Ansprechpartner sein für die verschiedenen Anliegen der Bürger in meinem Wahlkreis.
Die Stadtentwicklung liegt mir besonders am Herzen. Mir ist wichtig, dass die Bürger in Altena bleiben. Gleichzeitig müssen wir jungen Menschen Perspektiven bieten und einen Anreiz schaffen nach Altena zu kommen. Wir als neu aufgestellte SPD-Fraktion freuen uns auf die Herausforderungen.

Anna Hinz, Grüne, geb. 1959, Schulbegleiterin

Anna Hinz. Foto: Grüne Altena

Ich bin bereits seit 2014 Ratsmitglied. Mein besonderer Schwerpunkt: die Schulpolitik sowie die Stadtentwicklung. An der Sekundarschule habe ich als Schulbegleiterin gearbeitet. Ich werde mich dort für eine Verbesserung der Mittagsverpflegung einsetzen. Ich habe die Entstehung des Burgaufzuges und der Lenneterassen begleitet und möchte, dass diese positiv begonnene Entwicklung weitergelebt wird. Die Innenstadt muss nun nicht nur für den Tourismus, sondern auch für die Bürger/innen weiter attraktiv gestaltet werden. Hierzu zählt vor allem die Fertigstellung des Lenneparks mit einem Angebot für alle Generationen. Meine persönliche Herzensangelegenheit ist der Weiterbau des Lenneradwegs. Dieses Projekt muss, gerade im Hinblick auf die immer stärker werdende Bedeutung des Fahrrads in der Verkehrspolitik, endlich abgeschlossen werden.

Christian Kißler, Linke, geb. 1991, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Christian Kißler. Foto: Yvonne Meister

Ich bin Wahl-Altenaer: Meine Ehefrau und ich haben uns hier ein Haus gekauft, da uns die Landschaft sehr gut gefällt und wir in Altena viele ungenutzte Potenziale sehen. Seit Jahren engagiere ich mich bereits im Märkischen Kreis politisch. Meine Kindheit und (frühe) Jugend habe ich in Iserlohn verbracht. Dort war ich auch bis zu meinem Wegzug als sachkundiger Bürger im Sozialausschuss aktiv. Seit 2018 arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dortmund, zuvor (2013–2018) war ich in der Demenz- und Pflegeforschung beschäftigt. Mein Kernanliegen ist: Durch ein offensives Stadtmarketing soll Altena wiederbelebt und für Startups attraktiv gemacht werden. Altena braucht ein stimmiges Gesamtkonzept. Dazu gehören auch Events, welche die Menschen wirklich ansprechen: z. B. der Burgrock. Altena kann mehr!

Jörg Kiesow, SDA, geb. 1964, Journalist

Jörg Kiesow. Foto: privat

An Altena gefällt mir der hohe Freizeitwert der Landschaft, die Ruhe und Einsamkeit. Gleichzeitig die Nähe zu den Metropolen des Ruhrgebiets und die guten Arbeitsmöglichkeiten. Die Menschen und die Stadt haben Potenzial für mehr.
Ich möchte mich dafür einsetzen, das Image der Stadt noch weiter zu verbessern und den Tourismus zu fördern. Beim Begriff „Sauerland“ denken die Leute außerhalb der Region in erster Linie an Winterberg. Bei uns ist es aber genauso schön und wir sind nur eine halbe Stunde von Dortmund entfernt. Es gibt viel Sehenswertes, es muss aber eine viel bessere und attraktivere touristische Infrastruktur entwickelt werden: Angefangen bei der IC-Anbindung, über den Lenneradweg bis hin zur Erlebnisgastronomie. Ähnlich wie in Dortmund der Phöixsee sollten wir aus dem Schwarzenstein ein ähnlich attraktives Schmuckstück machen.

Ellen Bachmann, FDP, geb. 1938, Geschäftsführerin

Ellen Bachmann. Foto: Dr. Ulrich Bachmann

Für den Wahlbezirk 6 tritt Frau Ellen Bachmann für die FDP an. Sie ist knapp über 80 Jahre alt und wohnt in Evingsen. Ellen Bachmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ausgebildet zur Laborantin und Fotografin war sie lange Jahre in der Werbung tätig. Ihre privaten Interessen gelten der Fotografie, der klassischen Musik und der Kunstgeschichte.
Die Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit sieht Ellen Bachmann vor allem im Sozialbereich. Darüber hinaus im Umweltbereich und der Wirtschaftsförderung auf privater Basis.
Die Kandidatin verfügt bereits über politische und parlamentarische Erfahrungen, die sie in vielen Jahren in zahlreichen Ausschüssen auf Kreisebene sammeln konnte. So war sie im Sozialausschuss, Gesundheitsausschuss und Behindertenbeirat tätig.
Darüber hinaus war sie Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes.

Das Straßenverzeichnis:

Wahlbezirk 060 – Sekundarschule, Nettestr.: Am Lennestein 5 – 23; Bergstraße2 – 81; Bornstraße 29 – 37, 39 – 51, 53; Brandstraße 3, 5 – 27; Buchholzstraße 26, 36 – 87a; Giershagener Weg 3, 5, 21 – 82; Gottenpfad 1 – 9; Halsknopf 2 – 10, 12 – 26; Im Lissingsiepen 21 – 41; Kohlhagener Weg 2, 4, 6 – 73; Linacker Weg 5, 11; Lissing 1; Lissingweg 3 – 49; Nettestraße 26 – 124; Oststraße 2, 4, 6 – 20; Schreck 18 – 34; Steinstraße 1, 12, 14, 21, 25 – 43; Stortel 1 – 6; Werdohler Straße 1 – 16, 18 – 24, 26 – 34, 36 – 46, 55, 175, neu: Westiger Straße 1 – 65; Winkelsen 1 – 11a, 15 – 21d  und Zweifelmut 1

Hier finden Sie die weiteren Wahlbezirke.

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